User Online: 1 | Timeout: 05:09Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Schlosswallhalle ist reif für den Abriss
Zwischenüberschrift:
Brandschutz für den Schulsport provisorisch verbessert - Tribüne bleibt gesperrt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hin Osnabrück. Ist die Schlosswallhalle noch zu retten? Der Stadtrat steht im November vor der Entscheidung, mehrere Millionen Euro in eine neue Halle zu investieren oder die ebenso traditionsreiche wie marode Sportstätte für den Schulsport zu modernisieren. Seit Ende Juli ist die Halle gesperrt. Der Brandschutz ist nicht gesichert.
Der Ratsausschuss für Immobilien und der Schul- und Sportausschuss werden sich in der kommenden Woche mit dem drängenden Thema befassen. Gestern ließ sich der CDU-Arbeitskreis Schule und Sport durch die 50 Jahre alte Halle führen. Handwerker sind damit beschäftigt, einen Teil der Deckenplatten zu entfernen. In der Verkleidung stecken leicht entflammbare Strohmatten, wie der stellvertretende Leiter des Eigenbetriebs Immobilien, Wilfried Klein, erklärt. Keiner könne sich heute erklären, warum ausgerechnet dieses Material dafür verwandt worden sei. Der Brandschutz lasse das auf keinen Fall zu. Auch die Unterkonstruktion aus einfachen Dachlatten entspricht nach Kleins Angaben nicht der Baugenehmigung. Im Klartext: Es gibt keine gültige Baugenehmigung für die Schlosswallhalle.
Die Immobilienverwalter der Stadt und die Brandschutzexperten der Feuerwehr haben einen Weg gefunden, zumindest den Schulsport bald wieder zu ermöglichen. In der Deckenverkleidung werden große Löcher bleiben, damit die Sportler - wenn es in der Decke beginnen sollte zu brennen - sofort den Rauch wahrnehmen können. Da die Halle über ausreichend Fluchtmöglichkeiten verfüge, sei diese Übergangslösung zu vertreten, sagte Wilfried Klein. Aber er sagte auch deutlich: Die Feuerwehr verlange bis November eine Entscheidung des Rates, wie es mit der Halle weitergehen soll. " Wenn jetzt zwei oder drei Jahre diskutiert wird, macht die Feuerwehr das nicht mit", sagte Klein.
Drei Varianten
Die Verwaltung zieht drei Varianten in Betracht. Erstens, die Schlosswallhalle wird im kleinen Rahmen nur für den Schulsport hergerichtet. Die Halle wäre für maximal 199 Zuschauer zugelassen. Zweitens, die Halle wird für Schulsport und Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern von Grund auf saniert. Die dritte Variante wäre der Radikalschnitt: Abriss und Neubau einer Dreifeldhalle mit unter 200 Zuschauerplätzen. Und die Kosten? Schätzungen will heute noch keiner abgeben.
Die Verwaltung nimmt Abschied von der Halle als Ort publikumsträchtiger Veranstaltungen. Eine Tribüne in der heutigen Größenordnung (1864 Sitzplätze) wäre aus Sicht der Sportverwaltung nicht notwenig, weil die Anzahl der entsprechenden Veranstaltungen in keinem Verhältnis zu den Mehrkosten und dem Unterhaltsaufwand stünde.
Irene Thiel (CDU) wies beim Ortstermin darauf hin, dass in diesem Jahr zwei Millionen Euro für den Sportstättenbau im Haushalt eingeplant sind. Das Geld ist noch nicht ausgegeben. Zusammen mit dem Budget des nächsten Jahres stünden vier Millionen zur Verfügung.
Hauptnutzer der Halle ist das Ratsgymnasium. Schulleiter Lothar Wehleit warnte eindringlich vor erneuter Flickschusterei und sprach sich mit Nachdruck für eine langfristig tragfähige Lösung aus: für einen Neubau, der auch weitere Funktions- undÜbungsräume beherbergen könnte. Ingo Dauer, Geschäftsführer der Stadt-CDU, mahnte, bei den etwaigen Planungen den " exklusiven Standort" im Auge zu behalten. Hier wäre es möglich, eine Sporthalle mit anderen Nutzungen zu verbinden.
Zurzeit werden eine Brandmeldeanlage und eine Notbeleuchtung eingebaut, die Elektroverteilung wird erneuert. Das kostet etwa 100 000 Euro. Die technischen Anlagen könnten später demontiert und in eine neue Halle eingebaut werden.

Autor:
hin


Anfang der Liste Ende der Liste