User Online: 1 | Timeout: 22:56Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabrücker Land als Stromexporteur?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Nortrup. Bereits im Jahr 2035 dürfte im Landkreis Osnabrück der Strombedarf durch regenerative Energien gedeckt werden können. Das erklärte jetzt Aloys Graw in der Sitzung des Umweltausschusses des Landkreises im Nortruper Rathaus.
Bei der Vorstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis Osnabrück ging der Chef des gleichnamigen Osnabrücker Planungsbüros davon aus, dass sogar ein Viertel des vor Ort erzeugten Stroms im Jahr 2050 exportiert werde. Fotovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern und die Windkraft seien die wichtigsten Faktoren, wegen der begrenzten Flächen spielten Biogasanlagen eine eher geringe Bedeutung. Bei der benötigten Wärme dürfte hingegen nur die Hälfte bis 2050 durch regenerative Energien gedeckt sein. Und das auch nur, wenn es gelinge, die Bürger vom Energiesparen zu überzeugen und so den Bedarf erheblich zu senken.
Kreisrat Winfried Wilkens verwies darauf, dass im Landkreis viel Potenzial vorhanden sei. Etwa in einem Vierteljahr dürfte der Endbericht zum Klimaschutzkonzept erstellt sein.
Dem Ausschuss lag ein Antrag der CDU/ UWG-Gruppe zur Nutzung von regenerativen Energien als Beitrag zum Klimaschutz schriftlich vor. Darin wird der Kreistag aufgerufen, für eine Fotovoltaik anlage auf dem Kreishausdach zu stimmen. Zudem soll neben einer Flächen-Fotovoltaik-Strategie auch eine für Biogas entwickelt werden. Der Landkreis möge zudem prüfen, ob das Energieversorgungskonzept für die Siedlung Feldkamp in Bohmte nicht Modellcharakter für andere Siedlungen haben könne.
Auch einen Geothermie-Atlas nahm die Gruppen-Fraktion in ihren Katalog, den Ulrich Wienke (Bissendorf) erläuterte, mit auf. Eine neue Windkraftstrategie wird gefordert, zudem soll in Zusammenarbeit mit dem Handwerk und den Beratungsorganisationen ein Energieberatungskonzept entwickelt werden.
Lob gab es von Kathrin Rühl (SPD) für den CDU/ UWG-Antrag. Zusammen mit den Grünen hatten die Sozialdemokraten aber zugleich einen Ergänzungskatalog aufgestellt: Leitbild für eine zukunftsfähige Waldentwicklung, Energiepflanzen an Kreisstraßen, vermehrte Nutzung von Holz als Energieträger, klimafreundlicher Fuhrpark beim Landkreis, Abwärme-Konzept, Klimaschutz als Satzungszweck der Naturschutzstiftung, Substratbörse und - nicht zu vergessen - die für die Umsetzung erforderlichen finanziellen Mittel.
Um einer unnötigen langen Diskussion im Ausschuss aus dem Weg zu gehen, stimmten die Mitglieder dem Vorschlag von Bernward Abing (CDU) zu, in interfraktioneller Runde vor der Kreistagssitzung an den Anträgen zu arbeiten.
Autor:
jp


Anfang der Liste Ende der Liste