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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Lindenfall: Experte glaubt an Vorsatz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
swa Osnabrück. " Vieles deutet auf Vorsatz hin", findet Hans-Albrecht Dicke. Der Gartenbau-Professor und ehemalige Ratsherr hat sich jetzt den Tatort an der Lürmannstraße angeschaut, an dem am Dienstag eine Linde gekippt war. Die abgequetschte Rinde oben am Stamm, die abgerissenen Faserwurzeln, die auf ruckartiges Umdrücken hindeuten, die Anwohner, die den Baggerfahrer noch kurz vorher auf den Schutzstatus des Baumes hingewiesen hatten, die fehlende Ummantelung, die in der Baugenehmigung vorgeschrieben ist - alles deute darauf hin, dass der Baum fallen sollte. Wer sich die Baupläne anschaue, so Dicke, erkenne sofort: Da wurde schon ohne Baum geplant. Ein angemessener Ersatz für den nicht mehr zu rettenden großen Altbaum wären nach Dickes Ansicht zwei Linden mit einem Stammumfang von etwa einem Meter. Es gebe Baumschulen, die das anbieten. Seine Nachfrage in Bad Zwischenahn habe ergeben: 10 000 bis 15 000 Euro inklusive Transport würde das pro Baum kosten. Dazu kämen Pflanzkosten. Die Bäume sollten dann an einer von der Stadt festgelegten, sinnvollen Stelle auf dem Gelände gepflanzt werden, so Dicke.
Die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der FDP-Ratsfraktion Maria-Theresia Sliwka : " Wir sind enttäuscht, dass ein Osnabrücker Bauunternehmen so unsensibel und unverantwortlich mit dem Schutz von Bäumen umgeht." In dem Zusammenhang sei es " dreist", das Projekt als harmonisches Miteinander mit der Natur zu bewerben. Für FDP-Fraktionschef Thomas Thiele zeigt der Fall aber auch: Selbst eine Baumschutzsatzung hätte eine solche " Nacht-und-Nebel-Aktion" nicht verhindert. Deshalb seien ein saftiges Bußgeld und vollwertige Ersatzbepflanzungen viel wirkungsvoller.
Am Freitagnachmittag nahm auch das Bauunternehmen Massivhaussysteme GmbH (MHS) Stellung: Man bedauere das Umkippen der Linde, habe keinen Beitrag dazu geleistet. Es handele sich um ein zufälliges und unvorhersehbares Ereignis. MHS-Geschäftsführer Stefan Berner: " Selbstverständlich werden wir Ersatzpflanzungen auf dem Grundstück vornehmen und den vorhandenen Baumbestand intensiv schützen." Man wolle die jahrzehntelange positive Zusammenarbeit mit der Stadt fortsetzen. Bei dieser Zusammenarbeit seien auch " grüne, ökologisch wertvolle Wohnoasen geschaffen worden: " Die mhs will auch in Zukunft ein verlässlicher Partner sein", so Berner weiter.
Mehr zum Thema: www.neue-oz.de ». Diskussion auf www.os-nachbarn.de »

Autor:
swa


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