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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eine Woche dreht sich alles um Wasser, Wald und Wiese
Zwischenüberschrift:
In die Natur mit dem Ferienhort nackte Mühle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
steb Osnabrück. Natur fast pur erlebten 40 Kinder im Ferienhort rund um die Nackte Mühle. Der Verein für Jugendhilfe bot in den Sommerferien Woche für Woche sein Dauerbrenner-Programm namens Natura an.
Ciara hat Kraft und Geduld aufgewendet, um den Nagel mit der tückisch kleinen Spitze aus dem Holz zu ziehen. Schließlich soll sich keiner verletzen, wenn er die kleine Hütte betritt.
Deren Dach hat den Regentropfen getrotzt, und jetzt, bei Sonnenschein, ist den Mädels die Idee gekommen, noch ein schattiges Vordach zu konstruieren. Und wie das manchmal in guter Nachbarschaft so ist: Der Einfall wird auch von den Erbauern der anderen Hütte sofort kopiert.
Während man nun hämmert, sägt und feilt, sagt Noah ganz unvermittelt, dass es hier ganz schön Spaß mache: " Weil man hier eigentlich fast alles machen kann."
Genau das ist es, was er und die 39 anderen Kinder im Grundschulalter auch tun sollen. " Eigene Ideen gleich umsetzen", beschreibt Ferienhort-Leiterin Lisa Beerhuis die Wildnispädagogik. Viel dreht sich innerhalb der Woche um Wasser, Wald und Wiese. Erlebt werden soll alles möglichst elementar.
Wie etwa Feuer machen ohne Streichhölzer. Feuerstahl, Funken und Zunder sowie ein bisschen Puste - " und schon wissen die Kinder, wie man das früher machte", sagt Beerhuis. Man sammelte Giersch und anderes Grüngewächs, um einen delikaten Kräuterquark zu machen, am Lagerfeuer gab es Stockbrot aus selbst geschrotetem Mehl.
Was auf dem naturnahen Gelände wächst, findet nicht nur für die Küche Verwendung. Aus den Fasern von Brennnesseln bastelt man sich Armreifen, Weidenäste benötigt man, um einen indianischen Traumfänger zu basteln. " Der soll schlechte Träume abhalten", meint Cara, die ihr Objekt mit viel Bindfaden, Muscheln, Perlen und einer Feder versehen hat.
Derweil stauen Cindy und Co die Umflut der Mühle auf. Doch mangels genügend großer Steine verändert sich der Pegel des Wasserlaufs nur unwesentlich.
" Für die Eltern ist es wichtig, dass sie merken: Hier sind die Kinder verlässlich und gut aufgehoben", sagt Lisa Beerhuis, die gerade von einer Floß-Tour auf der Nette zurückgeschippert kommt - natürlich mit allen Mann an Bord.

Autor:
steb


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