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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Müllsammler für einen Tag
Zwischenüberschrift:
Zweiter Aktionstag "Saubere Hase" im Hasepark
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
hmd Osnabrück. Pfandflaschen, Grillroste oder auch mal eine massive Stahltür - der zweite Aktionstag " Saubere Hase" im Hasepark verdeutlichte: Eine wechselhafte Geschichte prägt die Beziehung zwischen Osnabrück und der Hase.
Gilt eine Furt über Osnabrücks größtes Fließgewässer bis heute als Keimzelle der Stadt und trug sie als mittelalterlicher Handelsweg zum Wachstum Osnabrücks bei, scheint sie einigen Zeitgenossen gegenwärtig vor allem als günstige Müllkippe zu dienen.
Ein Missstand, der für Bernhard Gandolf so nicht hinnehmbar war. Deswegen rief er im vergangenen Jahr erstmals die Aktion " Saubere Hase" ins Leben. Der Chef einer im Hasepark ansässigen Unternehmensberatung wandte sich an Kunden und Geschäftspartner und warb um Unterstützung für seine Idee. Resultat damals: Mit sechs Helfern wurden Fluss und Böschung im Bereich des Haseparks um rund 600 Kilo Müll erleichtert. Und das während nur eines Tages.
Eine Zahl, die eigentlich dieses Jahr noch übertroffen werden sollte, immerhin ist das Helferteam mittlerweile auf dreizehn Freiwillige angewachsen. Schon um die Mittagszeit ist der aufgehäufte Müllberg beachtlich- vergangenes Jahr sei er allerdings zum gleichen Zeitpunkt noch größer gewesen, schildert Andrea Schulte, die bereits 2009 an der Aktion teilnahm.
Grund für die Differenz sei möglicherweise die nachhaltige Wirkung der Aktion im vergangenen Jahr, hofft sie.
Ein anderer Freiwilliger ist Jan Matthis, Jura-Student im vierten Semester. Er empfindet die Arbeit an der frischen Luft als willkommene Alternative zum Büffeln in der Bibliothek, sieht sie als Beitrag zu einer lebenswerten Umwelt, bei dem Abschalten und der Kontakt zu Menschen mit gleichartigen Zielen mit inbegriffen seien.
Lockere Atmosphäre
Und tatsächlich scheint das gemeinsame Engagement die Beteiligten zu mehr als bloß einer Zweckgemeinschaft zusammenzufügen, die Atmosphäre bei der Arbeit, aber auch während der Pausen ist sehr locker und freundschaftlich.
Ein Eindruck, den auch Julia Bergmann bestätigt. Die Sachbearbeiterin, die für den Aktionstag eigens von ihrem Arbeitgeber freigestellt wurde, zeigt sich hocherfreut über das nette Team. Ihre Motivation zur Teilnahme beschreibt sie als " Freude, sich für die Umwelt einsetzen zu können".
Müllsammler für einen Tag- eine Rolle, die im nächsten Jahr hoffentlich noch mehr Träger findet, wünschen sich die Beteiligten. Denn Müll wird sich bis dahin wieder genug angesammelt haben.

Autor:
hmd


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