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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Fundtiere hoffen auf zweite Chance
Zwischenüberschrift:
Tierheim zur Ferienzeit besonders ausgelastet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Sommerzeit, Urlaubszeit. Für die meisten Menschen sind das die schönsten Wochen des Jahres. Für die Mitarbeiter des Tierheims Osnabrück hingegen bedeutet es ein deutlich erhöhtes Arbeitspensum - und für viele Tiere den plötzlichen Verlust ihres Zuhauses.
Von Claudia Lück - Jedes Jahr zur Ferienzeit stehen die Angestellten des Tierheims Osnabrück vor dem gleichen Problem: Die Zahl der Fundtiere steigt, gleichzeitig sinken Besucherzahlen und Vermittlungen.
Hunde und Katzen gehören am häufigsten zu den Abgabe- und Fundtieren, aber auch viele Nager wie Meerschweinchen, Kaninchen, Wüstenrennmäuse und sogar zwei Pfaue befinden sich im Moment in der Obhut des Tierheims in Hellern.
" Wir haben derzeit etwa hundert Katzen und vierzig Hunde bei uns. Fast täglich müssen wir Aufnahmen von Katzen ablehnen, da wir sie einfach nicht unterbringen können", berichtet Tierheimleiterin Martina Rüthers. " Zudem muss jederzeit Platz für Fundtiere gewährleistet sein. Wir können diese Tiere ja nicht einfach auf der Straße ihrem Schicksal überlassen."
Hohe Futterkosten
Die dringend erforderliche Sanierung und Erweiterung des Katzenhauses ist für den Tierschutz Osnabrück nicht realisierbar. In den vergangenen vier Jahren ist die Zahl der Fundtiere so stark angestiegen, dass der Verein viele zusätzliche Kosten für die Versorgung und Unterbringung der Tiere aus Eigenmitteln tragen musste. Der jährliche finanzielle Zuschuss der Stadt ist dabei konstant: Er richtet sich nicht nach der Anzahl aufgenommener Tiere. Auf diese Weise bleibt kein Geld für notwendige Bauarbeiten übrig.
Viele Menschen haben Bedenken, ein Tier aufzunehmen, dessen Vorgeschichte meist nicht oder nur lückenhaft bekannt ist. " Uns liegt eine gewissenhafte Vermittlung am Herzen. Ein großer Hund beispielsweise, dessen bisherige Lebensumstände nicht bekannt sind, wird von uns nicht an eine Familie mit kleinen Kindern vermittelt", betont Rüthers.
Aussehen unwichtig
" Auf der anderen Seite kommen auch immer wieder Besucher ins Tierheim, die ein von Anfang an perfektes Tier erwarten. Nicht selten setzen dabei die potenziellen neuen Besitzer ihr voriges Tier als Maßstab für das neue Familienmitglied. Ein Maßstab, den kein Tier erfüllen kann."
Bei der Wahl eines Hundes - nicht nur aus dem Tierheim - sollte demnach nicht nur das Aussehen des Tieres eine Rolle spielen. Wichtiger ist die Frage der jeweiligen Ansprüche, die Tier und Halter mit sich bringen.
Allein die Anzahl der zur Sommerzeit ausgesetzten Hunde wird bundesweit auf 50 000 geschätzt. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich wesentlich höher. Gerade jetzt nach den großen Ferien warten viele Heimtiere auf ein neues Zuhause. Sie alle hoffen auf eine zweite Chance.

Autor:
Claudia Lück


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