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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Sie sollen jeden Tag genießen"
Zwischenüberschrift:
Oberbürgermeister Pistorius verabschiedet neue Städtebotschafterinnen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
cwo Osnabrück. Seit 45 Jahren schickt Osnabrück jährlich Botschafter in seine Partnerstädte. Es sind junge Menschen, die eine enge Beziehung zu ihrer Heimatstadt haben, aber auch zu dem Land, in dem sie ein Jahr leben und arbeiten werden.
So sagte Boris Pistorius in seiner Eigenschaft als Oberbürgermeister zum vierten Mal " Auf Wiedersehen", gab aber auch gute Tipps mit auf den Weg. " Sie bauen eine Brücke zwischen uns hier in Osnabrück und den jeweiligen Partnerstädten. Diese Arbeit ist sehr wichtig", machte er die jungen Frauen auf die Bedeutung ihrer Mission aufmerksam.
Im Oktober verlassen Natalia Thieken (29), Tabea Hörnschemeyer (19) und Johanna Schlottke (26), die derzeit noch in der Türkei weilt, Osnabrück, um in der Verwaltung der jeweiligen Partnerstadt zu arbeiten.
Lediglich Katharina Thieken (19) wird bereits zum 1. September nach Derby (England) fahren. Die junge Frau spricht spätestens seit einem Jahr in den USA fließend Englisch. " Ich finde es faszinierend, andere Kulturen zu beobachten, und wenn ich in einem Jahr zurückkomme, will ich hier studieren."
Noch präziser ist die Planung von Natalia Koopmann. Sie ist in Twer (Russland) geboren, verbrachte dort ihre Jugend, und nun zieht es sie, nachdem Osnabrück in den vergangenen fünf Jahren zu ihrer Heimat wurde, wieder zurück. Dass sie sich in ihrem russischen Geburtsort schnell zurechtfinden wird, darf man daher kaum bezweifeln. Doch es ist keine Rückkehr, sondern eher ein neuer Anfang für sie: " Für mich ist die Arbeit als Städtebotschafterin auch ein Einstieg ins Berufsleben. Ich habe bereits mit meinem Vorgänger gesprochen und mich über die anstehende Arbeit informiert. Schon im ersten Monat werde ich eine Schülergruppe des Ratsgymnasiums zu Besuch in Twer betreuen."
Die 19-jährige Tabea Hörnschemeyer wird nach ihrem Abitur nun in Angers (Frankreich) ein Jahr Angestellte der städtischen Verwaltung sein. " Ich war bereits einmal drei Monate dort, habe auch noch Freunde da. Meine alte Gastfamilie wohnt ganz in meiner Nähe." Sie hat sich viele Gedanken gemacht, welche Dinge man in die Arbeit als Städtebotschafter mit einbringen könnte. Bei der vergangenen Maiwoche haben sie und Thieken bereits den Botschaftern aus den Partnerstädten bei der Arbeit geholfen. Nach dem Jahr steht für Hörnschemeyer bereits fest: " Ich werde etwas mit Menschen und Französisch machen, im Tourismus zum Beispiel."
Die jährlich neuen Städtebotschafter sind ein bundesweit einmaliges Modell, betonte der Oberbürgermeister. " Wer Osnabrück vertreten will, muss sich für die Arbeit ganz normal bewerben. Die Bewerber müssen allerdings Osnabrücker sein, die jeweilige Fremdsprache beherrschen und Freude an der Aufgabe haben", so Pistorius.
1965 gab es den ersten Botschafteraustausch, damals zunächst mit Angers. Es folgten weitere: 1976 Derby, 1991 Twer, und der jüngste Austausch findet mit der türkischen Partnerstadt Çanakkale statt.
Auf die neuen Botschafter kommt viel Arbeit zu, im kommenden Jahr feiern viele Osnabrücker Partnerschaften ihr Jubiläum: Seit 50 Jahren ist Haarlem (Niederlande) dann Partnerstadt, seit 40 Jahren Gmünd (Österreich), 35 sind es bei Derby und 20 Jahre werden es 2011 mit Twer. Hefei (China) ist mit fünf Jahren vergleichsweise neu in der dieser Reihe.

Autor:
cwo


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