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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nun doch ins Wunschland
Zwischenüberschrift:
Freiwillige Helferin Aylin Langner freut sich über Reise nach Burkina Faso
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Eigentlich wollte sie nach Burkina Faso, doch dann sah es ganz düster aus: Aufgrund von Unruhen sei in dem nordwestafrikanischen Land gerade eine Einreisesperre verhängt worden. Da habe ich mich erst mal für Uganda beworben″, erinnert sich Aylin Langner. Inzwischen hat die Osnabrückerin ihr Abitur bestanden, und die Abreise für ihr Freiwilligenjahr steht kurz bevor. Gerade noch passend die überraschende Nachricht: Es kann sogar ins Wunschland Burkina Faso gehen.

- „ Ich konnte mich jetzt letztendlich selbst entscheiden, wo ich lieber hinwollte″, erzählt die 19-Jährige. Zwar hatte sie sich mittlerweile gut mit dem Gedanken angefreundet, ein Jahr im afrikanischen Land Uganda zu verbringen, doch jetzt, wo ihr die Entscheidung offenstand, fiel die Wahl natürlich auf das ursprüngliche Wunschland Burkina Faso. Warum, wisse sie gar nicht so genau: Ich habe mich einfach sehr für das Land interessiert, als wir im Französischunterricht darüber gesprochen haben″, erzählt Aylin, die bis vor Kurzem die Angelaschule besucht hat. Im Französischunterricht sei auch ein gebürtiger Afrikaner zu Gast gewesen, der in Burkina Faso zu Hause war und sich heute in der Burkina-Faso-Initiative Belm engagiert. Das hat mich irgendwie neugierig gemacht″, sagt Aylin.
Im September geht es los. Zusammen mit einer weiteren Freiwilligen, die vom Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe entsendet wird, arbeitet Aylin dann in einer Schule in der Hauptstadt Ougadougou. Ihre Hauptaufgabe: die Mitwirkung an einem Projekt, das Schüler (und Eltern) dazu motiviert, überhaupt zur Schule zu gehen, und gegebenenfalls auch die notwendigen Voraussetzungen schafft.
Schule statt Feldarbeit
In Burkina Faso ist Bildung überhaupt nicht selbstverständlich″, sagt Aylin. Schule statt Feldarbeit″ sei da das Motto des Hilfsprojekts. Insgesamt werden ihre Aufgaben wohl sehr variabel sein, meint Aylin. Das Schulleben ist in solchen Ländern ja ganz anders organisiert als bei uns in Deutschland.″ Wenn man denn überhaupt das Wort organisiert″ in den Mund nehmen sollte. Ich werde sicher überall ein bisschen mitwirken, vielleicht auch unterrichten.″
Wobei helfen und unterstützen für sie nicht alles in der vor ihr liegenden Zeit bedeutet: Ich will da auch etwas für mich mitnehmen″, sagt sie. Die Mentalität und das Leben der afrikanischen Menschen interessierten sie zum Beispiel sehr. Es heißt ja auch entwicklungspolitischer Lerndienst″, bemerkt Aylin. Und genauso sei es ja auch: Ich möchte auch von den Leuten dort lernen.″
Genauso wie viele andere Jugendliche, die mit gemeinnützigen Entsendeorganisationen einen Freiwilligendienst antreten, soll Aylin jetzt auch im Vorfeld ihres Aufenthaltes einen Spenderkreis finden, der ihren Dienst in den nächsten zwölf Monaten finanziell unterstützt. Zu großen Teilen würden ihre Ausgaben durch weltwärts″, ein Unterstützungsprogramm für Freiwilligendienste der Bundesregierung, zurückerstattet, erklärt Aylin.
Trotzdem bleibe für die Entsendeorganisation eine relativ große Summe übrig, die sie dauerhaft nicht für alle Freiwilligen allein tragen könne. Deshalb bitten viele Organisationen ihre Freiwilligen, in ihrem Umfeld, einen eigenen Spenderkreis zu finden, der ihren Dienst monatlich mit etwa 150 Euro unterstützt. Genauso wie beim Deutschen Roten Kreuz kommen die Spendengelder auch bei anderen Orga nisationen in der Regel zweckgebunden dem Dienst des jeweiligen Freiwilligen zugute.
Interessierte können sich direkt bei Aylin Langner melden: 05 41/ 68 23 27
Autor:
Stefanie Hiekmann


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