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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Baden im Attersee ab sofort verboten
Zwischenüberschrift:
Fäkalbakterien überschreiten den Grenzwert um das Dreifache
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Baden im Attersee ist ab sofort verboten. Die Belastung mit sogenannten Enterokokken (Fäkalbakterien) ist nach aktuellen Messungen des Gesundheitsdienstes mehr als dreimal so hoch, wie von der Niedersächsischen Badegewässerverordnung erlaubt.
2263 koloniebildende Einheiten (KME) auf 100 Milliliter Wasser wurden in der Seemitte gemessen, 700 KME wären gerade noch erlaubt. Im Badebereich wurde der Grenzwert mit 1104 KME ebenfalls deutlich überschritten.
Der Gesundheitsdienst für Stadt und Landkreis erklärte, dass die Messwerte in den vergangenen Wochen kein Problem gewesen seien. Der plötzliche Anstieg von Fäkalbakterien, die gerade bei Kindern bereits in kleinen Mengen Durchfallerkrankungen auslösen können, sei vor allem auf eine Verunreinigung durch Wasservögel zurückzuführen, so Gerhard Bojara, Leiter des Gesundheitsdienstes. Im Attersee sei zudem das gehäufte Auftreten von Wasserpflanzen ein Problem. Warum allerdings ausgerechnet jetzt im Attersee diese Konzentration festzustellen ist, können auch die Gesundheitsschützer nicht sicher sagen.
Der See war zuletzt vor 13 Jahren wegen zu hoher Bakterienbelastung für Badewillige gesperrt. Sonst sei der beliebte Badesee bisher nicht negativ aufgefallen, bestätigt Peter Tenhaken vom Gesundheitsschutz. Alle Tests auf verschiedene Bakterien und Schadstoffe in der Vergangenheit hatten dem Attersee eine gute Wasserqualität bescheinigt.
Nachdem eine Zweitprobe die schlechten Ergebnisse bestätigte, will der Gesundheitsdienst am Ende dieser Woche erneut die Wasserqualität testen. Da sich die Werte nur langsam erholten, sei ein tägliches Messen sinnlos. Das Badeverbot könne frühestens dann aufgehoben werden, wenn bei einer weiteren Probe der Grenzwert wieder unterschritten werde.
Der Attersee wird vermutlich noch für einen längeren Zeitraum gesperrt bleiben. Besonders stören dürfte es die Menschen in Osnabrück und Umgebung derzeit allerdings nicht. Platzwart Jürgen Diedrich vom Campingplatz am Attersee hat in den vergangenen Tagen keine Schwimmer mehr gesehen: " Wenn das Wetter schlechter ist, dann wird es ganz schnell weniger. Die letzten Tage hat hier keiner gebadet."
Wer trotz kühlerer Temperaturen nicht auf sein Bad im See verzichten will, der kann problemlos auf einen der anderen Badeseen in der Region wie zum Beispiel den Alfsee, Ludwigsee oder Kronensee ausweichen. Auch diese wurden vom Gesundheitsdienst getestet und blieben dabei unauffällig.
Autor:
cwo


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