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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Verständigung entsteht durch Freundschaft
Zwischenüberschrift:
Deutsch-polnisches Jugendcamp
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Besia/ Osnabrück. Ein Jugendcamp schafft mehr für die Verständigung zwischen den Völkern als alle wohlfeilen Reden: Diese Erkenntnis teilten sowohl die polnischen als auch die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des EU-Jugendcamps im polnischen Besia, einem malerischen Örtchen im Kreis Olsztyn (Allenstein), dem Partnerkreis des Landkreises Osnabrück.
Die 120 Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren hatten zwei Wochen gemeinsam in einer schicken Jugendherberge an einem idyllisch gelegenen See verbracht und die Chance genutzt, viel über das Leben junger Menschen im jeweils anderen Land zu erfahren.
So standen täglich lockere Sprachübungen auf dem Programm, um zumindest Grundbegriffe in der jeweils anderen Sprache zu lernen. Daneben boten der nahe See und die zahlreichen Sport-Angebote beste Gelegenheit, sich kennenzulernen und Freundschafen zu schließen. Wobei sich auch viele der polnischen Jugendlichen erst im Camp kennengelernt haben, denn neben den Teilnehmern aus dem Landkreis Osnabrück und aus dem Kreis Olsztyn waren auch Jugendliche aus Walcz (Deutsch Krone), dem zweiten polnischen Partnerkreis der Osnabrücker, mit von der Partie.
Karl-Heinz Finkemeyer, der Partnerschaftsbeauftragte des Landkreises Osnabrück, freute sich über eine aktuelle Entwicklung während des Camps: " Der Kreis Walcz hat uns für das kommende Jahr, in dem unser Jugendtreffen zum siebten Mal stattfindet, zu sich eingeladen. Das ist für die deutschen Jugendlichen eine tolle Gelegenheit, 2011 auch noch eine andere Region Polens näher kennenzulernen."
Über diese Entwicklung zeigte sich denn auch eine Delegation der CDU-Kreistagsfraktion aus Osnabrück spontan begeistert, die unter Führung des Fraktionsvorsitzenden Georg Schirmbeck eigens zu einem Besuch in die Jugendherberge nach Besia gekommen war und für das kommende Jahr auch gleich eine entsprechende Fahrt nach Walcz ankündigte.
Um in der Gegenwart aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen, beschäftigten sich die jungen Menschen im EU-Jugendcamp in Besia auch mit der wechselvollen Geschichte beider Nachbarvölker. Und das nicht nur in der Theorie, sondern auch sehr praktisch während einer Tages-Exkursion zur " Wolfsschanze", dem Bunker Hitlers in den Wäldern Masurens.
In dem heutigen Freilicht-Museum zeigten sich die polnischen und deutschen Jugendlichen einerseits beeindruckt von der schieren Beton-Masse, die mitten im Wald verbaut worden war, als auch von der Gedenkstätte für das Attentat auf Hitler durch die Gruppe um Graf Stauffenberg.
Ebenfalls historisch ging es bei einem Besuch in der Stadt Olsztyn zu, die mit ihrer uralten Kopernikus-Burg Ziel einer weiteren Tages-Tour war. Der berühmte Forscher hatte als Statthalter über Allenstein geherrscht und hier seine astronomischen Forschungen betrieben, wie die jungen Besucher der Burg an jüngst wieder freigelegten Deckenzeichnungen bestaunen konnten.
Eine in eigener Redaktion erstellte Camp-Zeitung, diverse musikalisch gestaltete Abende und natürlich die obligatorischen Discos am Abend ließen auch das sechste EU-Jugendcamp zwischen polnischen und deutschen Jugendlichen zu einer erfolgreichen Völkerverständigung quasi " zum Anfassen" werden - und das schafft eben mehr als alle wohlfeilen Reden.



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