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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wie James Bond in die Bäume klettern
Zwischenüberschrift:
Ferienkinder erleben den Wald mal anders
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
tw Osnabrück. Hoch hin aus, pfeilschnell und im Gleichgewicht waren die Mädchen und Jungen, die gestern im Wald im Hörner Bruch unterwegs waren. Sie sind auf Bäume geklettert, haben mit dem Bogen geschossen und balancierten auf Lkw-Gurten, die zwischen Bäumen gespannt waren.
Vom Stadtteiltreff Alte Kasse in Hellern ging es in das Waldgebiet in Sutthausen, wo die drei Übungen auf die Kinder warteten. " Sie dienen der motorischen Förderung, die Kinder lernen Kooperation und Zusammenarbeit, Konzentration, aber auch Rücksichtnahme und Kommunikation", erklärte der Erlebnispädagoge Christian Pösse, der die Aktionen leitete.
Dass es auch auf Zusammenhalt ankommt, lernten die Kinder beim Slacken. So wird eine Sportart genannt, die ähnlich aussieht wie Seiltanz. Zwischen mehreren Bäumen wurden dafür Lkw-Gurte gespannt, auf denen die Kinder balancierten. Wenn sie den Boden berührten, mussten sie wieder am Start beginnen. " Wenn man teamfähig ist, kriegt man das hin, nicht wahr, Martin?", sagte Carita (11), an die Adresse ihres Teamgefährten Martin (13) gerichtet. " Ich habe sie immer runter geschmissen", gab der kleinlaut zu.
Wie es besser geht, demonstrierten Patrick und Nils. Die beiden Elfjährigen probierten zunächst allein, über einen Gurt von einem Baum zu einem anderen Baum zu balancieren. Dann fand Patrick einen zwei Meter langen Ast und benutzte ihn wie ein Seiltänzer im Zirkus, um das Gleichgewicht zu halten.
" Allein balancieren ist schwer", stöhnte er. Gemeinsam erreichten sie den anderen Baum, als einer den Ast hielt und der andere sich an ihm festhalten konnte.
Auf ihr Team mussten sich auch die Kinder verlassen können, die auf einen Baum kletterten. Christian Pösse warf dafür ein Seil über eine etwa zehn Meter hohe Astgabel. Auf beiden Seiten hingen nun Seilenden hinunter. Mithilfe des Prusik-Knotens kletterten die Kinder in die Höhe. Dieser Knoten zieht sich unter Belastung zusammen und lockert sich bei Entlastung. Diese Kletterhilfe benutzte schon James Bond. Er nahm aber kein Seil, sondern seine Schnürsenkel.
Mit dem Seil konnte sich Sophie (13) locker nach oben ziehen und die Aussicht genießen. Ohne die Bodencrew wäre das aber nicht so einfach gewesen. Julian (11), Janina (13), Carita und Martin sicherten Sophie auf ihrem Weg nach oben, indem sie das Seil, das auf der anderen Seite der Astgabel nach unten fiel, stramm hielten.
Nicht nur das Klettern und Sichern kostete viel Kraft, sondern auch das Bogenschießen. Das stellte Hendrik (11) schon beim ersten Versuch fest. Er spannte die Sehne des Bogens mit nur drei Fingern und musste auch noch zielen. Bei den ersten Malen schoss Hendrik weit über das Ziel hinaus in den Wald. Nach und nach traf er die kleine Styroporscheibe besser. Er stellte fest: Zum Bogenschießen braucht er Geduld, denn Übung macht den Meister.

Autor:
tw


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