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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Biber, Blumenbinse und andere Raritäten
Zwischenüberschrift:
Die Hase-Ems-Tour in fünf Etappen - Heute: Von Löningen nach Meppen - Zwischenstopp im Torfwerk
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Schaurig schön ist? s, über? s Moor zu gehen" - und hindurch zu fahren natürlich auch: Allerdings müssen sich die Radwanderer auf dieser Etappe etwas gedulden, bis sie die Moorlandschaft des Emslandes erreichen. Denn zunächst führt die dritte Etappe der Hase-Ems-Tour von Löningen aus " schnurstracks" an der Aselager Mühle vorbei nach Herzlake, es sei denn, es wird ein kurzer Abstecher zur Schutenmühle nebst Heimathaus nahe Huckelrieden unternommen.
Die zwischen 1760 und 1780 erbaute Mühle wurde Anfang der 1990er-Jahre komplett restauriert und ist seit 1995 wieder voll funktionstüchtig. Auf der Hase-Ems-Tour wird dann aber auf jeden Fall die Aselager Mühle angesteuert: Im Schatten dieser um 1860 errichteten Erdholländer-Kappenwindmühle lässt es sich herrlich picknicken. Anspruchsvollere Radwanderer finden hier eine ebensolche Gastronomie.
Hinter Hölze breitet sich Richtung Süden ein Stück abseits der Route das Hahnenmoor aus. Das ehemalige Torfabbaugebiet ist heute in weiten Bereichen wiedervernässt, seltene Tier- und Pflanzenarten fanden zurück: Sonnentau und Schnabelried zum Beispiel, Blumenbinse und Wollgras, aber auch Libellen, Moorfrösche und Kreuzottern sind hier zu finden. In liebevoller Detailarbeit restaurierte der Verein Torfwerk Hahnenmoor das ehemalige Torfwerk. Inzwischen gehören ein Café und eine Moorschule ebenso zum Angebot wie interessante Ausstellungen: Noch bis zum 31. Oktober ist zum Beispiel die Ausstellung " Wunderbare Naturbeobachtungen" zu sehen.
Im Zentrum von Herzlake wechselt der Radweg die Hase-Seite, weiter geht es jetzt Richtung Haselünne. Noch bevor die alte Kornbrennerstadt mit ihren historischen Burgmannshöfen erreicht wird, erstreckt sich nördlich der Radroute der Wacholderhain, das mit 36 Hektar größte zusammenhängende Wacholdergebiet Nordwestdeutschlands ist Teil des insgesamt 72 Hektar großen Naturschutzgebietes Haselünner Kuhweide. Schottische Hochlandrinder weiden in diesem Gebiet, nur wenige Schritte weiter grast eine Herde Tarpan-Pferde.
Berentzen, Rosche, Heydt: Waren es früher weit über zwanzig Brennereien, die Haselünne den Namen Kornbrennerstadt einbrachten, so sind heute noch die drei Namen übrig. Sie stehen für reiche Tradition und bieten Besuchern Einblicke in die Historie - mit Brennerei-Besichtigungen und Verkostungen.
Im Entwicklungs- und Erprobungsgebiet Haseauen - zwischen Haselünne und Meppen - bieten sich Radwanderern an den revitalisierten Altarmen der Hase mitunter seltene Naturschauspiele. Angenagte Baumstämme und Geästburgen im Wasser lassen es erahnen: Biber sind (wieder) heimisch geworden. Auf dem Weg durch diese malerische Landschaft wird Meppen erreicht - die Kreisstadt des Emslandes. Hier, am Zusammenfluss von Hase und Ems, endet die dritte Etappe. Wer jetzt noch Kraft hat, besucht die mit ihren 1000 Jahren wohl älteste Kirche des Emslandes, St. Vitus, bevor der Tag in der Meppener Innenstadt gemütlich ausklingt.
Lingen ist das Ziel der nächsten 40 Kilometer langen Etappe.

Sternfahrt und geführte Touren
Unter Radwanderern erfreuen sich Sternfahrten einer immer größeren Beliebtheit. Dabei wählen die Radler ein festes Quartier, von dem aus sie in die unterschiedlichen Himmelsrichtungen " ausschwärmen" . Je nach Lust und Laune werden ausgewählte Strecken auf der Hase-Ems-Tour oder auf dem Hasetalradweg absolviert, oder es werden gezielt besondere Sehenswürdigkeiten angesteuert. Die Hasetal Touristik hat für die Sternfahrer unter den Radlern insgesamt acht Reisepakete geschnürt - mit jeweils fünf Radrouten rund um die Quartiere in Meppen, Haselünne, Löningen, Essen, Herzlake, Quakenbrück, Bersenbrück, Ankum oder Lindern/ Lastrup.
Darüber hinaus bietet die Hasetal Touristik auch die geführte " Radtour 50 +" an - eine komfortable Radreise, bei der die Teilnehmer nur noch in die Pedale treten müssen, während die Gästeführer versiert den Weg durch die Landschaft weisen und zwischendurch die Radlerblicke auf versteckte Kleinode und malerische Winkel lenken.


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