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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eine Spazierstraße für Osnabrück
Zwischenüberschrift:
Durch die Große Straße donnerte bis 1972 in beiden Richtungen der Autoverkehr
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Entspannt von Geschäft zu Geschäft flanieren, ganz ungestört von Autos. Dies ist in der Großen Straße seit November 1972 möglich. Zuvor tobte hier in beiden Richtungen der Autoverkehr, wie der Blick vom Neumarkt in die Große Straße zeigt.
- Es glich einem kleinen Volksfest, als der damalige Oberbürgermeister Willi Kelch am 1. November 1972 um 11 Uhr feierlich den Fußgängerbereich in der Großen Straße eröffnete. Mehrere 10 000 Menschen tummelten sich zwischen Nikolaiort und Neumarkt, als Kelch den ersten Abschnitt für Fußgänger freigab. 2, 7 Millionen Mark hatte der Umbau gekostet.
Ein Durstlöschzug versorgte die Schaulustigen mit Bier, und von dem 500 Kilogramm schweren, knusprig gebratenen Ochsen war nach drei Stunden kein Gramm Fleisch mehr zu sehen. Das Theater führte Räuber Hotzenplotz auf, es gab Live musik, Kinderbelustigungen und Blumen zur Eröffnung der " Spazierstraße", hieß es in der " Neuen Osnabrücker Zeitung". Damals durften allerdings noch Fahrzeuge bis morgens um 10 Uhr die Große Straße durchfahren.
Ein Jahr später, im Oktober 1973, hat OB Ernst Weber den Fußgängerbereich der Bürgerschaft übergeben. Aus diesem Anlass wurde die Zuckerakazie an der Ecke zum Neumarkt gepflanzt.
Ende der 1990er-Jahre begann die Diskussion über eine Umgestaltung der Großen Straße. Der Waschbeton sollte ebenso verschwinden wie die achteckigen Blumenkübel, die Vitrinen - später kamen auch die Arkaden dazu.
1998 wurde der Jürgensort abschnittweise mit sechs Varianten bepflastert. Weil keine Einigung mit den anliegenden Geschäftsleuten erzielt wurde, folgte im September 1999 ein zweites Probepflaster. Dann fiel die Entscheidung: Mit gelbem Granit aus China sollte die Große Straße gepflastert werden. Doch das Pflaster war von schlechter Qualität. Letztlich gab es grauen Granit.
So zog sich die Umgestaltung der Großen Straße von November 1999 bis in den Sommer 2001 hin. Und die Stadt war damit im " Schwarzbuch" des Bundes der Steuerzahler gelandet. Grund: fehlende Kostenkontrolle.
Autor:
Marie-Luise Braun


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