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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mundraub im Hasetal erlaubt
Zwischenüberschrift:
Die Hase-Ems-Tour in fünf Etappen - Heute: Von Bersenbrück nach Löningen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Weiter geht es auf der Hase-Ems-Tour mit der zweiten Etappe: 55 Kilometer von Bersenbrück nach Löningen. Entlang des Weges wird die enge Verschmelzung von Kultur und Landschaft sichtbar, nur logisch also die Konsequenz, dass die Region den Namen " Kulturlandschaft" trägt. Und dem macht sie alle Ehre.
Gleich zu Beginn schwenken die Radler ein auf den von Obstbäumen gesäumten und mit ihnen " beschilderten" Hasetalradweg. Zur Erinnerung: In einem deutschlandweit einmaligen Projekt pflanzte das Hasetal vor wenigen Jahren mehr als 3000 Obstbäume, die den Radwanderern seither den Weg weisen. Erfrischung erwünscht: Mundraub ist hier ausdrücklich erlaubt.
Entlang der Obstbäume führt die Route mitten hinein in die einmalige Kultur- und Parklandschaft des Artlandes, das eine Vielzahl historischer Baudenkmäler beherbergt: Die berühmten, geschlossenen Artlandhöfe mit ihren zum Teil prächtigen Fachwerkgiebeln sind so in keiner anderen Region Deutschlands zu finden. Im Artland gibt es mehr als 700 von ihnen.
Kleinod Gehrde
Ein herausragendes Kleinod ist die Gemeinde Gehrde, die wohl zu Recht die " Perle des Artlandes" genannt wird und nicht näher beschrieben, sondern entdeckt werden will. Auf ein Landschaftsdenkmal stoßen die Radwanderer, wenn sie bei Badbergen einen kleinen Abstecher zum Hof Meyer zu Devern wagen, wo sie eine historische Heckenanlage vorfinden.
Weiter geht es entlang der natürlichen (Obstbaum-) Wegweiser zunächst nach Quakenbrück, wo die Hase - wohl wegen ihrer geringen Fließgeschwindigkeit - ein mehrfach verzweigtes Binnendelta ausgebildet hat. Überhaupt eröffnet der Fluss hier neue Perspektiven: Unter dem Titel " Kunst am Fluss" wurde in unmittelbarer Nähe zum Wasser eine Freilicht-Galerie geschaffen. Dazu setzten sich heimische Künstler intensiv mit dem Element Wasser und der Flusslandschaft der Hase auseinander.
In Quakenbrück befindet sich " Am Haseüberfall" in der Nähe des Schützenhofes die Skulptur " Flügel wachsen über dem Delta". Die Bronzeplastik von Carola Wedell vereint Ruhe und Lebendigkeit und verkörpert die Idee, dass " etwas dort wächst, wo scheinbar alles versiegt".
Quakenbrück selbst ist eine ehemalige Burgmanns- und Hansestadt, von deren bewegter Geschichte noch heute mehr als 100 Fachwerkhäuser aus verschiedenen Jahrhunderten zeugen. Etwas außerhalb finden Einheimische wie Besucher den Draisinenbahnhof. Hier starten Fahrrad- und Handhebeldraisine in Richtung Nortrup. Für Familien und Gruppen, die mit dem Rad unterwegs sind, ist eine Fahrt mit der Draisine eine Zusatztour, Spaßfaktor inklusive.
Übrigens kommt auch hier am Wegesrand die Kunst nicht zu kurz: " Kultur auf Draisine" heißt das neue Projekt, zu dem wiederum heimische Künstler ihre Ansichten zur Region beigesteuert haben, die - als Landschaftsinstallationen - besondere Akzente entlang der Strecke setzen.
Zurückgekehrt auf die Spuren der Hase-Ems-Tour, geht es weiter nach Essen, wo die Sandstein-Skulptur " im Fluss" im Vorbeifahren besichtigt wird, bevor dann Löningen erreicht wird - ein Etappenziel, das mit der größten pfeilerlosen Saalkirche Norddeutschlands einen klangvollen Schlussakkord an das Ende der zweiten Etappe setzt.
Beim nächsten Mal geht es über 45 Kilometer von Löningen bis nach Meppen.



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