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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ortstermin im lauten Eversburg
Zwischenüberschrift:
Pistorius unterwegs mit der Interessengruppe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Das Grundstück hat oberste Priorität", versicherte Oberbürgermeister Boris Pistorius. Mit Stadtbaurat Wolfgang Griesert und fast 100 Eversburgern machte sich der Oberbürgermeister ein Bild von den Problemen rund um die Siedlung Wippchenmoor.
Pistorius hielt damit das Versprechen, das er im vergangenen Monat der Interessengruppe " Leben in Eversburg" gegeben hatte. Die Interessengruppe mit ihren Sprechern Gudrun Brinkmann und Michael Clausing hatte im Rathaus 94 Unterschriften für einen besseren Schutz gegen Lärm, Geruch und Gesundheitsgefahren überreicht.
Auslöser für den Protest war die drohende Ansiedlung eines Gewerbebetriebes auf einem Grundstück, das unmittelbar an die Wohnhäuser der Eversburger Straße grenzt. Die Bauanfrage für eine 65 Meter lange und neun Meter hohe Halle ist zwar inzwischen zurückgezogen. Gleichwohl befürchten die Anlieger nichts Gutes.
Umzingelt von Bahn, Klärwerk, Speditionen, Entsorgern und anderen Gewerbebetrieben, zusätzlich belastet durch die Autobahn-Umleitungsstrecke vor ihren Haustüren, wünschen sich die Bürger eine Streuobstwiese auf dem Grundstück. Grieserts Vorschlag, die Anwohner sollten zusammenlegen und das Grundstück selbst kaufen, scheint kaum machbar. Mehr als 250 000 Euro soll das 10 000 Quadratmeter große Areal kosten, berichtete ein Eversburger.
Mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes wolle die Stadt nun darauf achten, dass die Nutzung des Grundstückes " verträglich mit Wohnen" wird, betonte der Stadtbaurat. Auch Pistorius zeigte sich überzeugt, " dass wir da eine Lösung finden".
Beim weiteren Gang ums Karree mussten die Anwohner ein ums andere Mal ihre Stimme erheben, um ihre Probleme vorzutragen. Die Lärmbelästigung begleitete die Gruppe trotz Ferienzeit und deutlich weniger Verkehrs. Eine Lärmschutzwand an der Klöcknerstraße, wie von einigen gewünscht, sei wohl aus Kostengründen ausgeschlossen. Möglich sei aber vielleicht ein lärmmindernder Asphalt, wie er An der Petersburg erprobt werden solle, sagte Griesert. Bei einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Stundenkilometern werde das Verkehrsgeräusch um drei Dezibel gesenkt: " Das wird deutlich wahrgenommen."
Pistorius ermunterte die Anlieger, Firmen zu melden, die sich nicht an ihre Auflagen halten. " Wenn Firmen, die bei geschlossenen Türen arbeiten müssen, das nicht tun, sagen Sie uns Bescheid." Der beste Weg sei allerdings, sich zunächst selbst mit den Betrieben in Verbindung zu setzen. Nach Auskunft der Anlieger sind etliche Betriebe sehr kooperationsbereit und reagieren umgehend auf Beschwerden.
" Wir können nicht ändern, was da ist", sagte der Oberbürgermeister mit Hinweis auf den ständigen Wandel in einer Stadt und ihren einzelnen Gebieten: " Aber wir werden dafür sorgen, dass es nicht schlechter wird", versprach er.
Autor:
S.


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