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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadt bereitet Spedition Koch das Feld
Zwischenüberschrift:
Logistik-Unternehmen prüft Ansiedlung auf GVZ-Flächen am Fürstenauer Weg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt ist auf gutem Weg, einen wichtigen Arbeitgeber und Steuerzahler zu halten: Die Spedition Koch, die seit Jahren nach einem neuen Standort in der Region sucht, prüft intensiv eine Ansiedlung am Fürstenauer Weg.
In Betracht kommen die sogenannten GVZ-Flächen zwischen dem Autobahnzubringer (B 68) und dem Fürstenauer Weg. Das Gebiet ist schon seit den Neunzigerjahren als Güterverkehrszentrum für den Umschlag der Waren zwischen Schiff, Bahn und Lastwagen vorgesehen. Allerdings ließen sich die ehrgeizigen Pläne nicht verwirklichen.
Eigentümerin der Flächen ist die OGE, die Osnabrücker Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft. Die städtische Tochtergesellschaft wurde 1993 eigens zur Vermarktung der GVZ-Flächen gegründet und ächzt seither unter der schweren finanziellen Erblast. Für 33 Millionen Mark (knapp 17 Millionen Euro) kaufte die Stadt Freiherr Ostman von der Leye ingesamt 66, 8 Hektar ab, darunter die GVZ-Flächen. Ein stolzer Preis, wie Experten schon damals meinten. Andere beurteilten ihn als " vertretbar", denn das Geld sollte durch den Verkauf zurückfließen. Daraus wurde nichts. Die OGE zahlt bis heute Zinsen. Sie dürften eine zweistellige Millionen-Euro-Summe erreicht haben.
Zehn Orte geprüft
Jetzt könnte die Stadt ein großes Stück vorankommen. Die Spedition Koch interessiert sich für insgesamt 12, 2 Hektar, um dort ein neues Logistikzentrum mit Hauptverwaltung, Lager und Umschlaghalle zu bauen. Uwe Fieselmann aus der Koch-Geschäftsführung bestätigt das Interesse des Unternehmens, betont aber zugleich, dass weitere Standorte in der engeren Wahl seien. Zehn bereits erschlossene Gebiete in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen seien bereits überprüft worden, vier noch in der engeren Wahl. " Bissendorf war unser 1a-Standort. Bis jetzt haben wir noch keine Alternative gefunden, die alle notwendigen Kriterien optimal erfüllt", erklärte Fieselmann gestern. Die Standortfrage sei nach wie vor offen. " Wir brauchen in absehbarer Zeit ausreichend Platz, um unsere Entwicklung konsequent fortzusetzen." Am jetzigen Firmensitz in Atter sei dies aufgrund der räumlichen Enge nicht gewährleistet. Fieselmann: " Wir haben eine große Verantwortung für mehr als 700 Mitarbeiter und ihre Familien. Ihnen möchten wir einen sicheren und attraktiven Arbeitsplatz bieten." Die Bemühungen in Bissendorf-Natbergen und Lotte waren am Widerstand der Anlieger gescheitert (siehe Bericht oben zur Vorgeschichte).
An einem Standort
Das 110 Jahre alte Unternehmen Koch beschäftigt 725 Mitarbeiter an 16 Standorten in der Region. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, will Koch alle Aktivitäten auf einen Standort konzentrieren. Koch betreibt Fern- und Linienverkehr, ist aber als Netzwerk-Spediteur vor allem auf die regionale Verteilung von Waren spezialisiert. 46 Partner aus ganz Deutschland liefern Stückgut an, das Koch an Adressaten in der Region verteilt. Deshalb könne Koch nicht " irgendwo" eine neue Zentrale bauen, sagt Uwe Fieselmann. Sie müsse im Herzen des Marktes in direkter Nähe zu den wichtigsten Verkehrsachsen liegen. Etwa 700 Lastwagenfahrten pro Tag werden nach Unternehmensangaben von einer Zentrale in der geplanten Größenordnung ausgehen. Im Prinzip werde das Konzept für Natbergen übernommen und auf seine Umsetzbarkeit an den etwaigen Standorten geprüft, so Uwe Fieselmann. Es sei zu früh, über Prioritäten oder Tendenzen zu sprechen, weil viele Detailfragen noch zu klären seien.
Sondergebiet für Logistik
D as GVZ-Gebiet am Fürstenauer Weg erfüllt nicht ganz den Flächenbedarf der Spedition. In Natbergen war von 18 bis 20 Hektar die Rede, am Fürstenauer Weg stehen zusammenhängend nur 12, 2 Hektar zur Verfügung. Weiterer Nachteil: Die Fläche ist ungünstig zugeschnitten. Der größere Teil (9, 8 Hektar) liegt direkt an der B 68, der kleine Bereich (2, 4 Hektar) - der Sitz der Hauptverwaltung werden soll - liegt im südlichen Abschnitt am Fürstenauer Weg. Die Zufahrt wäre nur über den Fürstenauer Weg/ Einmündung Brückenstraße möglich. Dort hat sich gerade das Maschinenbau-Unternehmen Helmers angesiedelt.
Oberbürgermeister Boris Pistorius sagte gestern, er hoffe sehr, dass Koch die Pläne auf den GVZ-Flächen realisieren könne. " Wir arbeiten intensiv daran und würden uns sehr freuen, wenn wir das traditionsreiche Un ternehmen in der Stadt halten könnten." Es gehe nicht nur darum, die Wirtschaftskraft an Osnabrück zu binden. Mit der Vermarktung der GVZ-Flächen würde der OGE und damit der Stadt eine finanzielle Last genommen.
Planungsrechtlich gibt es keine Probleme. Der Bereich ist als " Güterverkehrszentrum und Sondergebiet für Betriebe aus dem Gütertransport- und Lagergewerbe" beplant.
Autor:
hin


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