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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zu Wasser, unter der Erde und mit Dampf
Zwischenüberschrift:
Jungen gehen im Museum Industriekultur auf eine Zeitreise
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn jemand sagt, er wolle " Dampf machen", meint er damit, dass er etwas schnell in Bewegung bringen möchte. Ein Dutzend Jungen produzierte gestern im Museum Industriekultur auch Dampf. Damit setzten sie ihre selbst gebastelten Boote in Bewegung.
Die Boote bauten die Jungen zuvor aus Balsa-Holz. Die Museumspädagogin Gudrun Omnis erklärte ihnen, dass dies aus den Tropen komme. Im Tropenhaus im Botanischen Garten steht ein Baum, von dem dieses Holz stammt. " Darin ist viel Luft eingeschlossen, deswegen ist das Holz hervorragend für Dampfboote geeignet", sagte sie.
Die Dampfboote heißen so, weil auf ihnen ein kleiner Wasserbehälter angebracht ist, unter dem ein Teelicht mit einer Brennpaste steht. Wird die angezündet, erhitzt sich das Wasser, und es entsteht Dampf. Der wird von dem Wasserbehälter durch zwei kleine Rohre ins Wasser geleitet. Dadurch wird das Boot angetrieben. Und weil in dem Boden des Wasserbehälters eine Membran angebracht ist, die knattert, wenn der Dampf dadurchzieht, haben die Boote einen sogenannten Knattermotor.
Ein komisches Knattern kam auch aus einem großen Raum im Museum Industriekultur. Dort wurde für eine Besuchergruppe eine Dampfmaschine aus dem Jahr 1916 in Betrieb genommen. Die machte ordentlich Lärm und trieb einen Bohrer, eine Fräse und andere Metall-Maschinen an. Die Jungen arbeiteten jedoch nicht mit Maschinenkraft, sondern mit ihrer Muskelkraft an ihren Booten.
Der achtjährige Friedrich weiß, dass Dampfmaschinen früher zum Beispiel Lokomotiven angetrieben haben. Mit einer alten Dampflok ist er mal vom Osnabrücker Hauptbahnhof zum Zechenbahnhof am Piesberg gefahren. " Da war früher mal ein Kohlebergwerk", erzählte der neunjährige Pascal.
Wie es in einer Zeche früher ausgesehen hat, erfuhren die Jungen, als die Dampfboote geklebt und zum Trocknen gelegt wurden.
Sie nutzten die Zeit und gingen mit Gudrun Omnis in den Haseschacht. Da herrschten kühle elf Grad - und es war vor allem sehr dunkel. Im Haseschacht wurde bis zum Jahr 1898 Steinkohle abgebaut. In diesen 280 Meter langen Stollen gingen die Jungen bis in 30 Meter Tiefe. Einen Eindruck, wie sich die Bergleute früher gefühlt haben, bekamen sie, als Gudrun Omnis das Licht ausmachte.
Richtig hell war es wieder oben in der Sonne. Der Kleber war trocken, und nun konnten die Jungen ihre Dampfboote bei der Jungfernfahrt in einer Wanne knattern lassen.
Autor:
tw


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