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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die alten Bausünden kosten jetzt richtig Geld
Zwischenüberschrift:
Mitte August sollen die ersten Autos wieder in der Nikolaigarage parken können
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Lärm des Presslufthammers ist ohrenbetäubend. Die Betonwände leiten die Schallwellen bis ins oberste Stockwerk. Beschwerden der Bewohner bleiben da nicht aus. Doch das Nikolaizentrum ist eine Eigentümergemeinschaft mit über 50 Parteien, und die Tiefgarage muss nach knapp 30 Jahren saniert werden.
" Die Auflagen zum Brandschutz sind extrem kostentreibend"
Karl-Heinz Ellinghaus, OPG

- Aber ein Ende der Arbeiten ist absehbar. Im August sollen die Parkdecks 2 und 3 wieder freigegeben werden. Und im Oktober sollen alle Arbeiten beendet sein, verspricht Karl-Heinz Ellinghaus, Prokurist der Osnabrücker Parkstätten Betriebsgesellschaft (OPG), die die Tiefgarage als Sondernutzungsrecht in dem Gebäudekomplex zwischen Nikolaiort und Dielingerstraße betreibt. Die Nikolaigarage ist eine der höchstfrequentierten Großgaragen in Osnabrück, in der 500 Autos auf 16 000 Quadratmetern Platz haben. Seit 25. Mai ist die Nikolaigarage nun geschlossen.
Rund vier Millionen Euro investiert die OPG in die Sanierung der Garage. Davon entfallen rund 50 Prozent auf die Bausünden von vor 28 Jahren, erläutert Ellinghaus. Denn wie bei der Geschwister-Scholl-Schule in Bad Laer gibt es auch in der Nikolaigarage Stellen, an denen die Eisenbewehrung ohne den nötigen Beton zum Vorschein gekommen ist, nachdem die Verkleidung entfernt wurde. Doch eine Einsturzgefahr wie in Bad Laer bestehe nicht, versichern Ellinghaus und auch Bauleiter Fritz Ebmeyer vom Architekturbüro Scholz, Hüdepohl und Ferne. Schließlich handelt es sich nur um kleinere Bereiche. Nach der Rostentfernung sollen die Stellen mit Spritzbeton ausgebessert werden. Im Übrigen kann für die alten Bausünden niemand mehr haftbar gemacht werden, da zum einen mehr als 25 Jahre vergangen sind und außerdem die damalige Baugesellschaft in Insolvenz gegangen ist. Entgegen manchen Vermutungen wurde in der Garage damals kein Asbest verbaut, lediglich Mineralwollplatten. Und die wurden inzwischen fachgerecht entsorgt, versichert Ellinghaus.
Besonders laut ist das Abstemmen der Gussasphaltdecken auf den Parkstreifen. Hier wird ein Spezialestrich aufgezogen mit einem leichten Gefälle, sodass dort kein Wasser stehen bleiben kann. Schnee- oder Regenwasser von den Fahrzeugen fließt in eine Rinne, von der das Wasser abgeleitet wird. " Wasser von außen kommt bislang über die Dehnungsfugen in die Tiefgarage, weil dort die Dichtungen defekt sind", erläutert Ellinghaus. Doch auch dieses Problem wird im Zuge der Sanierung beseitigt. Auf dem Programm stehen ferner die Erneuerung der Sprinkler- und der Elektroanlage, eine neue Lüftungsanlage, Überwachungskameras und Sprechanlagen. Auch der Brandschutz kennt keinen Aufschub mehr. " Die Auflagen zum Brandschutz sind jedoch extrem kostentreibend", sagt Ellinghaus.
Insgesamt wird viel für die Kundschaft getan. Das Parkhaus soll heller und freundlicher werden. Dafür sorgen neben helleren Lampen auch neue Fliesen in den Treppenhäusern, vollverglaste Türen, die einen freien Blick in die Parkdecks erlauben, und zusätzliche Fenster zwischen Treppenhaus und Parkdecks. Auch die Aufzüge erhalten Glastüren. Abschließend werden auch wieder die Decken abgehängt, was der Wärmedämmung und dem Brandschutz dient.
Mit der Nikolaigarage beendet nun die OPG den Sanierungsreigen der Großgaragen in Osnabrück, mit dem sie am Ledenhof begonnen hat.
Autor:
Heinz Schliehe


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