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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Bitterlinge fühlen sich wieder wohl
Zwischenüberschrift:
Beispielhaftes Projekt: Alter Wassergraben am Gut Sutthausen saniert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Ein neues Heim für die Bitterlinge, zahlreiche archäologische Funde und nebenbei ganze 6000 Kubikmeter Schlamm abgetragen. Die Gräfte, der alte Wassergraben rund um das Gut Sutthausen, ist in den vergangenen Monaten saniert worden und erstrahlt nun in neuem Glanz.
" So hatte Kyrill zwei Seiten. Die gute war, dass wir in den vergangenen Jahren zusammen mit dem Bürgerverein Sutthausen vieles geschafft haben", sagte Schwester Irmgard, Oberin des Marienheims im Gut Sutthausen. Der Orkan hatte vor dreieinhalb Jahren schwere Schäden angerichtet, zu sehen ist davon mittlerweile nicht mehr viel. Das Gut Sutt hausen mit seiner schönen Umgebung ist wieder " zu einer Insel in Osnabrück geworden", wie DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde betonte.
Zuschuss von der DBU
Die Umweltstiftung hat die 250 000 Euro teure Sanierung der Gräfte finanziell zur Hälfte unterstützt. " Den Projektpartnern ist es gelungen, Natur- und Denkmalschutz in beispielhafter Weise in Einklang zu bringen", sagte Brickwedde. Geschehen ist viel rund um das Gewässer am Gut Sutthausen. In den vergangenen 50 Jahren war viel Laub ins Wasser gefallen und hatte die Gräfte nach und nach verschlammt, sodass sie im Sommer teilweise stark austrocknete und der Sauerstoff knapp wurde.
Die Maßnahmen, die jetzt ergriffen wurden, waren sehr vielfältig. Zuerst wurde der Fischbestand gesichert, bevor die Gräfte trockengelegt wurde. Nachdem der Schlamm dann fest genug war, rückten die Spezialbagger an und schöpften rund 6000 Kubikmeter heraus, die wiederum im Ackerbau verwendet werden und so kostengünstig entsorgt wurden. Einher mit der Sanierung des sensiblen Gewässers und der naturgeschützten Ufer ging auch die Restaurierung der zum Teil rund 500 Jahre alten Maueranlagen. Weitgehend schonend wurde der Naturstein behandelt, sodass sogar seltene Farne in der Mauervegetation erhalten wurden.
Ein wohnliches Zuhause
In einem weiteren Schritt wurde die Gräfte dann wieder bewässert und die alten und neuen Bewohner eingesetzt. Hierzu gehören mit dem Bitterling oder dem Moderlieschen besonders gefährdete Fischarten, die sich in der Gräfte vermehren und dann auf umliegende Gewässer verteilt werden sollen. Den Tieren wurde ihr neues Zuhause dabei so " wohnlich" wie möglich eingerichtet, extra ins Wasser gezogene Bäume sollen als Unterschlupf oder Laichplatz dienen. Für die Umsetzung der umfangreichen Arbeiten waren unter anderem Kay Lorenz vom Büro für angewandte Ökologie und Landschaftsplanung, Dense & Lorenz sowie Landschaftsarchitekt Detlef Dürkop zuständig.
Doch nicht nur Flora und Fauna profitieren von der Sanierung der Gräfte. Im Zuge der Arbeiten wurden in Sutt hausen jede Menge archäologische Funde getätigt und gesichert. Highlight ist dabei ein sogenannter Nierendolch aus dem Mittelalter, der komplett erhalten mit Schmiedemarke und sogar dem Holzgriff so noch nie in der Umgebung gefunden wurde.
Autor:
schl


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