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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Feuergefahr: Arbeit in Gießerei eingeschränkt
Zwischenüberschrift:
Bauaufsicht will Brandschutz und Standsicherheit neu prüfen lassen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nach dem zweiten Feuer binnen eines Jahres darf die Eisengießerei Borgelt den Gießbetrieb erst wiederaufnehmen, wenn die Ursache vollständig geklärt und der Brandschutz unterm Dach zweifelsfrei gesichert ist.
Brandstiftung scheidet nach bisherigen Ermittlungen für das Feuer aus, das am Freitagabend unter dem Dach der umstrittenen Gießerei entstand. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Doch kritische Fragen bleiben. Freitags ist Gießtag in dem Unternehmen. Es ist extrem heiß in der Halle, es sprühen Funken. Erst im September 2009 war an gleicher Stelle ein Brand ausgebrochen.
Das Dach des über hundert Jahre alten Firmengebäudes ruht zum Teil auf Holzträgern. Alles brennbare Material muss feuersicher abgedeckt sein. Stadtbaurat Wolfgang Griesert, der sich Freitagabend selbst ein Bild vom Schaden machte, schließt nicht aus, dass trotz Einbaus einer zusätzlichen Wand nach dem ersten Feuer brennbares Material zugänglich geblieben ist. Der ganze obere Bereich des Werkes müsse unter diesem Aspekt geprüft werden, so Griesert. Eventuell werde ein grundlegender Umbau oder ein Austausch von Dachteilen notwendig. Auch die Tragfähigkeit und Standsicherheit der Trägerkonstruktion müsse unter Umständen geprüft werden. Solange die Untersuchung nicht abgeschlossen sei, ruhe der Gießbetrieb. Das könne " längere Zeit" dauern, sagte der Stadtbaurat. Nach seinen Angaben gibt es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung oder Brandstiftung.
Auch das Gewerbeaufsichtsamt (das nicht für den Brandschutz zuständig ist) hat sich den Betrieb angesehen. Die Aufsichtsbehörde lässt den Betrieb erst wieder zu, wenn das Dach komplett abgedichtet ist, damit kein Rauchgas entweichen kann.
Die Osnabrücker Grünen fordern, dem Unternehmen die Betriebserlaubnis zu entziehen: " Die Zuverlässigkeit des Betreibers ist definitiv nicht gegeben. Umwelt- und Brandschutz werden von der Firma schlicht ignoriert. Die Gesundheit der Nachbarschaft muss endlich vor weiteren Gefährdungen geschützt werden", heißt es in einer Erklärung der Landtagsabgeordneten Filiz Polat und des Grünen-Ratsherrn Volker Bajus. " Wir haben schon nach dem ersten Brand im September 2009 auf erhebliche Sicherheitsmängel hingewiesen. Dennoch hat die Firma weiterarbeiten dürfen", kritisiert die Landtagsabgeordnete.
Was sagt die Firma Borgelt dazu? Nichts. Man gebe keine Stellungnahme ab, ließ die Eigentümerin mitteilen.
Autor:
hin


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