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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zoobesucher bauen Krankenhaus in Kamerun
Zwischenüberschrift:
Humanitäre Geste zur Takamanda-Eröffnung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein Nationalpark in Kamerun hat dem neuen Afrika-Gelände am Schölerberg seinen Namen gegeben hat. Der Zufall will es, dass in der Nähe desTakamanda-Reservates Entwicklungspsychologen aus Osnabrück schon seit Jahren forschen. In den Sommerferien können Zoobesucher dazu beitragen, dort ein kleines Krankenhaus zu finanzieren.
Von Holger Jansing - Kinder und Erwachsene sollen (zeitlich begrenzt und freiwillig) 50 Cent pro Eintrittskarte mehr bezahlen. Das Ziel ist es, bis zum Ferienende auf diese Weise mindestens 10 000 Euro zusammenzubekommen. So viel Geld ist erforderlich, um in einem abgelegenen Gebiet die Station zur medizinischen Grundversorgung zu bauen und auszustatten.
Seit 15 Jahren sind Prof. Dr. Heidi Keller und ihr Team in Kamerun tätig. In der Region der Stadt Kumbo untersuchen sie, wie Eltern mit ihren Babys umgehen. Vergleichende Studien laufen auch in Deutschland. Von den Ergebnissen sollen insbesondere Zuwandererfamilien in der Bundesrepublik profitieren.
Das Universitätsprojekt ist inzwischen unter dem Dach des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) angesiedelt. Dessen Geschäftsführer Reinhard Sliwka ist ehrenamtlich im Vorstand der Zoogesellschaft aktiv. Er stellte die Weichen für das Hilfsprojekt.
Es sei eine " kleine humanitäre Geste", zur Takaman da-Eröffnung die Gesundheitsstation in Kamerun zu finanzieren, sagte Sliwka bei der Vorstellung der Spendenaktion. " Wir interessieren uns nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Menschen."
Wunsch der Bevölkerung
Heidi Keller berichtete, dass während der Studien in den Tropen die Einheimischen den Wunsch an die Osnabrücker Entwicklungspsychologen herangetragen hätten, das kleine Krankenhaus zu bauen. Für die Menschen aus dem Ort, wo es entstehen soll, sei es derzeit faktisch nicht möglich, zu einem anderen Gesundheitszentrum zu gelangen.
Die 10 000 Euro sind für Baumaterialien und die Erstausstattung erforderlich, Frauen und Männer aus den umliegenden Dörfern stellen ihre Arbeitskraft zur Verfügung.
Im neuen Schimpansenhaus der Afrika-Landschaft am Schölerberg sollen drei große Stellwände über Kamerun und das Hilfsprojekt informieren. Die Zoopä dagogen bieten während der Sommerferien zusätzlich drei kostenlose Führungen pro Tag an, die sich ebenfalls dem Thema widmen werden.
Die Takamanda-Besucher werden dann auch das Volk der Nso kennenlernen, bei denen Heidi Keller und ihr Team die Forschungen betreiben dürfen. Herausgekommen ist, dass die Babys in Kamerun praktisch Tag und Nacht in enger körperlicher Verbundenheit mit ihrer Mutter oder anderen Angehörigen leben. Monatelang werden sie auf dem Rücken getragen. In Deutschland dagegen steht im ersten Lebensjahr der Blickkontakt im Vordergrund. Und während hierzulande Eltern die kognitiven Fähigkeiten (zum Beispiel das Erkennen von Farben und Formen) trainieren, fördern die Nso die Handlungskompetenz des Nachwuchses. Die Kinder sollen möglichst früh laufen, sitzen und anders agieren können.
Im Internet: www.neue-oz.de/ takamanda »


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