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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bergkirche live - und demnächst in Farbe
Zwischenüberschrift:
Kirchbauverein vor der Gründung: Wiederentdeckte Ausmalung soll restauriert werden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Bei den Vorbereitungen zur bald beginnenden Renovierung der Bergkirche wurden Reste der ursprünglichen Ausmalung entdeckt. Die Restaurierung dieser Malereien wird nach derzeitigen Schätzungen etwa 200 000 Euro kosten. Weil das im normalen Renovierungsetat nicht drin ist, wird sich am Mittwoch ein Kirchbauverein gründen, um das Geld zusammenzubringen.
Die Bausubstanz und auch das Interieur der neoromanischen Kirche von 1893 sind als einzige Osnabrücker Innenstadtkirche komplett erhalten, da sie im Krieg nicht von Bomben zerstört wurde. Dennoch ist insbesondere das ursprüngliche Farbkonzept nicht mehr erhalten. Die zuvor mit Ornamenten verzierten Wände einfarbig beige übertüncht, die glänzend farbigen Säulen braun bemalt, der Terrakotta-Fußboden mit einem Teppichboden überdeckt. Ganz so schlicht und schmucklos, wie die reformierte Bergkirche heute von innen aussieht, war sie ursprünglich nicht. Durch alte Fotos und Untersuchungen ließen sich die ursprüngliche Gestaltung und das Farbkonzept rekonstruieren. Farbproben eines Hamburger Restaurierungsbüros haben ergeben, dass die Originalfarben unter den neuen Farbschichten noch gut erhalten sind. Das soll freigelegt und von Restauratoren nachgemalt werden. Einige Beispiele: Die Säule, die die Kanzel trägt, schloss ursprünglich mit einem orange-weißen Ornament ab, das jetzt beige übertüncht ist. Die Symbole für die vier Evangelisten, die in das Gewölbe über der Orgel gemalt waren, sind derzeit komplett überpinselt. Die Säulen, die die Empore tragen, sind heute bräunlich, ursprünglich hatten sie Messing-Kapitelle und waren türkis gestrichen. Pastor Steffen Tuschling: " Viele von uns haben die momentane schlichte Gestaltung für typisch reformiert gehalten." Was jetzt zutage getreten sei, habe den Kirchenrat und die Gemeindeglieder überrascht. Umso schöner findet der Pastor, dass sich die Verantwortlichen für die teure Wiederherstellung entschieden haben.
Am Mittwoch findet die Gründungsversammlung des Kirchbauvereins für die Bergkirche statt. Zu den federführenden Initiatoren gehört Präses (im Ruhestand) Alfred Mengel. Zur Vereinsgründung am 16. Juni um 20 Uhr lädt Pastor Tuschling in die Räume der Bergkirche ein, Bergstraße 16. Wer nicht zur Gründungsversammlung kommen, aber dennoch helfen möchte, kann sich mit der Gemeinde in Verbindung setzen (Tel. 68 28 44 oder E-Mail steffen.tuschling@ reformiert.de).
Vom Sommer an sollen die Bergkirche und das angebaute Gemeindehaus umfangreich renoviert werden. Rund 1, 2 Millionen Euro sind für das Vorhaben veranschlagt. Bis zum Dezember wird die Kirche in einem ersten Bauabschnitt schadstoffsaniert. Bänke und das hölzerne Inventar werden mit einer Spezialbeschichtung lackiert. So werden die gesundheitsschädlichen Ausdünstungen der Insektizide aus den 50er-Jahren gebannt. Ein modernes Beleuchtungskonzept soll dafür sorgen, dass die Bergkirche bald wieder zum Glänzen gebracht wird. Tuschling: " Auch ein Traum vieler Gottesdienstbesucher soll erfüllt werden: Moderne Lautsprecheranlagen werden eingebaut." Der Vorraum der Kirche unter der Empore wird wieder vom Kirchenschiff abgetrennt, bei Bedarf aber zur Kirche hin zu öffnen. Architekt Otto March hatte am Ende des 19. Jahrhunderts die Bergkirche als eine Einheit aus Kirche und Gemeinderäumen konzipiert, damals revolutionär. Auch heute werden die Gemeinderäume in die Sanierung mit einbezogen. Sie sollen in Zukunft unter anderem Platz für Veranstaltungen und Gruppen der größer gewordenen Gemeinde bieten und auch vermietbar sein. Das Gemeindehaus erhält innen einen ganz neuen Zuschnitt, sodass mehrere größere und kleinere Gemeinderäume geschaffen werden.
In einem neu zu errichtenden Anbau anstelle des heutigen Pfarrhauses werden Gemeindebüro, Rentamt, ein Pfarrbüro und ein Seelsorgezimmer untergebracht, im ersten Stock dazu ein großer Gemeindesaal.
Ende Juni ziehen Gemeindebüro und Rentamt aus der Bergstraße 16 aus und finden für mindestens ein Jahr ihre neue Bleibe im 2. Stock der Arndtstraße 19, einem Gebäude im Hof neben dem ehemaligen Lutherhaus.
Autor:
swa


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