User Online: 1 | Timeout: 22:56Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kunst aus der Spraydose am Stichkanal
Zwischenüberschrift:
Wassersport und Industriekultur: Graffiti-Spezialisten an der Glückaufstraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wer zur Glückaufstraße kommt, sollte einmal die Treppe an der Kanalbrücke hinabsteigen. Die Graffiti-Künstler Moritz Neuhoff und Nils Leimkühler haben - ganz legal - die Betonwände unter der Brücke bemalt. Die Initiative ging vom Piesberger Gesellschaftshaus aus.
Sie nennen sich " Nartur-Kunstgruppe" und haben einen Sinn für originelle Details: Moritz Neuhoff und Nils Leimkühler nennen ihr Werk " Wandgemälde der Neuzeit". Die kahle Betonwand, auf der die Kanalbrücke 80 liegt, wurde mit Szenen aus dem Wassersport verziert. Da treibt ein Schwimmer mit roter Badekappe im blauen Nass, wobei nur der Kopf, die Knie und eine Hand naturgetreu aus dem Wasser ragen.
Dampflok und Ruderer
Hinschauen lohnt sich: Erst auf den zweiten Blick fällt zum Beispiel auf, dass die Wirbelsäule eines Ruderers aus lauter kleinen Ruderern besteht. Das Motiv aus dem Wassersport ist kein Zufall. Ganz in der Nähe befindet sich das Wassersportzentrum, Ruderer und Kanuten haben die Wand unter der Brücke regelmäßig im Blick. Natürlich auch die Radler, die über den Treidelpfad am Stichkanal fahren.
Auf der gegenüberliegenden Seite wird das Thema Industriekultur in farbenfrohe Kunst umgesetzt. Für die Geschichte des Piesberges mit der Kohlezeche und dem Steinbruch steht ein fleißiger Bergmann, eine alte Dampflok stellt weitere Bezüge zur Industriegeschichte her.
Die " Nartur-Kunstgruppe" ist im Auftrag einer Interessengemeinschaft aktiv geworden, die aus dem Verein Piesberger Gesellschaftshaus und vielen Nachbarn hervorgegangen ist. Gemeinsam hatte diese Gemeinschaft eine Industriebrache am Zechenbahnhof bepflanzt und damit den Naschwald geschaffen. Von dem eingesammelten Geld war noch etwas übrig. Die Mitstreiter kamen überein, damit das Graffiti-Kunstwerk an der Kanalbrücke zu finanzieren.
Die Betonwand wurde vorher mit Wandfarbe angestrichen. Danach entstanden die einzelnen Motive aus Spraydosen zu einem Ganzen, in dem die Wandproportionen aufeinander abgestimmt sein müssen. Hier ergänzten sich die Graffitikünstler und arbeiteten je nach Erfahrung und Talent die Klein- oder Flächenarbeiten heraus.
Eine Wandlung vom Sprayer zum Graffitikünstler? So sieht sich Moritz Neuhoff nicht: " Ich bin Künstler! Meine Werke entstehen zum eigenen Spaß auf legalen Flächen oder im Atelier auf Leinwand und für namhafte Ausstellungen."
Autor:
domu


Anfang der Liste Ende der Liste