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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Obermeister: Förderstopp schädigt Wirtschaft und Klima
Zwischenüberschrift:
Marktanreiz für Heizung und Solaranlagen läuft aus - Möhle will Wulff beim Wort nehmen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Streichung von 115 Millionen Euro an Fördergeldern für umweltfreundliche Heizungen, Sonnenkollektoren und Wärmepumpen schwächt nach Ansicht der Haustechnik-Branche die Wirtschaft und durchkreuzt die Bemühungen zum Klimaschutz.
Reiner Möhle, Vorstandsmitglied des Fachverbands Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Klempnertechnik Niedersachsen und Obermeister in Osnabrück, macht eine einfache Rechnung auf: " Ein Fördergeld-Euro zieht rund acht Euro an Investitionen nach sich." Das hätten Berechnungen des Fachverbandes ergeben. Wilfried Oeverhaus aus Quakenbrück, Obermeister im Landkreis Osnabrück, warnt vor einer Verunsicherung der Verbraucher.
Die Bundesregierung hat das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien im Wärmemarkt mit Wirkung vom 9. April um etwa ein Drittel gekappt. Es stehen in diesem Jahr nur 265 Millionen Euro zur Verfügung. 115 Millionen werden durch eine Haushaltssperre blockiert, die Finanzminister Wolfgang Schäuble nicht aufheben will. Wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mitteilt, sind in den ersten vier Monaten dieses Jahres 82 000 Anträge bewilligt worden. Die Fördermittel sind damit ausgeschöpft. Betroffen sind unter anderem die Investitionszuschüsse für Solarkollektoren, Anlagen zur Verfeuerung von Biomasse und effiziente Wärmepumpen.
Ein Hausbesitzer, der sich für eine Solaranlage für Warmwasser interessierte, konnte für die kleinste Anlage im Wert von 4000 Euro (plus Mehrwertsteuer) einen Zuschuss von 410 Euro einkalkulieren. Entschied er sich gleichzeitig, die alte Heizung gegen eine neue, effizientere auszutauschen, gab es einen Umstellungsbonus von 375 Euro dazu. Damit ist jetzt Schluss. Geblieben ist die Subvention der Stadtwerke Osnabrück. Sie gewähren einen Zuschuss von 500 Euro (maximal zehn Prozent der Investitionskosten).
Möhle und Oeverhaus halten den Förderstopp - trotz der aktuellen Spardiskussion in Deutschland - für ein falsches Signal. Möhle erinnert an die Regierungserklärung von Christian Wulff Ende April im Landtag. Darin hatte sich die Landesregierung das Ziel gesetzt, bis 2020 mindestens 25 Prozent des Energieverbrauchs in Niedersachsen aus erneuerbaren Energien für Strom, Wärme und den Verkehr zu decken. " Dieses Ziel bleibt Wunschdenken nach dem Förderstopp für das Marktanreizprogramm", sagt Möhle. Wulff müsse seinen Einfluss in Berlin geltend machen, wolle er nicht gegenüber den Bürgern wortbrüchig werden. Erneuerbare Energien und Effizienztechniken im Wärmemarkt seien die wirksamsten Mittel, die Emission des Treibhaus-Gases Kohlendioxid zu senken und dem Klimawandel zu begegnen. Dem Fachverband Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Klempnertechnik in Niedersachsen gehören insgesamt 53 Innungen mit 2300 Betrieben an, die rund 14 000 Mitarbeiter beschäftigen und 1, 4 Milliarden Euro jährlich umsetzen.
Internet: www.bmu-klima » schutzinitiative.de www.fvshk.de »
Autor:
hin


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