User Online: 1 | Timeout: 16:59Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Tempel der Affen
Zwischenüberschrift:
Die nächsten Schritte: Zoo investiert in Bären-Anlage und Affenfelsen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Takamanda ist noch nicht offiziell eröffnet, da heckt Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann schon neue Pläne. aus. Im Blickpunkt: Affenfelsen und Bärenanlage.
Bis zum Jubiläum im nächsten Jahr - der Zoo wird dann 75 Jahre alt - sollen die beiden Schwachpunkte beseitigt sein. Besucherbefragungen haben nach Angaben des Zoos zwar insgesamt sehr gute Zufriedenheitswerte erbracht. Doch sparen die Besucher nicht mit Kritik an den betondominierten Gehegen für Bären und Affen. Symbol der Haltungsprobleme sind die Cappuccino-Bären Tips und Taps. Die Tiere mit dem milchig-braunen Fell sind das Ergebnis einer Liaison von Eis- und Braunbär. Jahrelang schämte sich der Osnabrücker Zoo für die Mischlinge, jetzt hat er sie als Sympathieträger und Marketing-Stars entdeckt. Denn seit 2006 ist bekannt , dass es diese Mischungen aus Braun- und Eisbär in der freien Natur gibt. Sie sind die Kinder des Klimawandels, weil die Eisbären in die Lebenswelt der Braunbären vordringen.
Die neue Bärenanlage wird eingebettet in eine nordamerikanische Taiga-Landschaft, die sich in den hügeligen Wald am Schölerberg einschmiegen wird. Die Besucher werden auf einem bis zu sieben Meter hohen und 300 Meter langen Baumwipfelpfad durch die Taiga geführt, die sich Bären, Wisente, Luchse, Waschbären, Füchse, Nerze und Vielfraße teilen. Die Trennzäune werden für die Besucher unsichtbar unter dem Baumwipfelpfad verlaufen. In einer Schlucht mit Wasserfall sollen Bären, Wisente und Rentiere scheinbar gemeinsam leben. Auch sie trennt ein unsichtbarer Zaun. Besucher können sich in Höhlen den Bären nähern und sich über Tips und Taps und den Klimawandel informieren. Als Partner für die didaktische Aufbereitung steht das Klimahaus Bremerhaven bereit. Taiga-Welt und Baumpfad würden dem Zoo ein weiteres " Alleinstellungsmerkmal bescheren", sagt Busemann. Wegen der besonderen Topografie sei diese Anlage für andere Zoos " nicht kopierbar".
Die Taiga-Welt wird 3, 2 Millionen Euro kosten. 750 000 Euro sind bei Sponsoren und Stiftungen eingeworben. Der Clou: Busemann hat als Partner die " United buddy bears" (Berlin) gewonnen. Künstler aus vielen Ländern der Erde haben 140 Bärenmodelle gestaltet. Die Buddy-Bären sind jetzt als fröhliche Berlin-Botschafter und Spendensammler für das Kinderhilfswerk UNICEF in der Welt unterwegs. 2011 sollen sie die Aufmerksamkeit auf die neue Bärenanlage im Osnabrücker Zoo lenken.
Hohe Aufmerksamkeit wird auch das Projekt Affenfelsen genießen. Auf dem Betonturm lebten bislang die Schweinsaffen. Diese Art bevölkert auch den legendären Tempel Angkor Wat in Kambodscha. Was liegt also näher, als den Affenfelsen in eine Tempelnachbildung zu verwandeln? Ein Modell gibt es bereits.
Der Entwurf stammt von Detlef Gehrs, der auch den unterirdischen Zoo realisiert hat. Im September soll der Umbau beginnen. Die Kosten liegen bei überschaubaren 300 000 Euro, weil Busemann mit Qick-Mix einen starken Partner gefunden hat. Das Baustoffunternehmen aus der Sievert-Gruppe liefert das Material.
Autor:
hin


Anfang der Liste Ende der Liste