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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein "echt cooler" Abenteuerspielplatz
Zwischenüberschrift:
Kinder testen das neue Baumhausareal Makatanda im Osnabrücker Zoo
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Shani, Luise und Adi fühlen sich ein bisschen wie die Schimpansen. Mit " Hu-hu-hu-Lauten" hüpfen sie so leichtfüßig, wie es Menschenkindern eben möglich ist, über das in vier Meter Höhe zwischen Baumhäusern gespannte Netz. " Komm, wir sind Affen", ruft Shani ihrer Freundin zu. Im nächsten Moment sind sie in einem der Häuser verschwunden und kommen Sekunden später aus einer Röhre rutschend wieder zum Vorschein.
Von Martina Schwager - Einige der Baumhäuser sind kugelig oder in Tropfenform gebaut und sehen aus, als seien sie mit Lehm verschmiert und mit Palmblättern gedeckt. In Wirklichkeit jedoch haben die Arbeiter Beton, Gummiplatten und Palmblattimitate dafür verbaut. Dennoch: Makatanda, der große Abenteuerspielplatz in der neuen Afrika-Landschaft Takamanda, entspricht den Bildern, die Europäer von ursprünglichen afrikanischen Dörfern im Kopf haben. Der Künstler Jürgen Bergmann, der schon ähnliche Projekte für Zoos in Berlin und Wien oder für die Expo 2000 entwickelt hat, hat ihn eigens für den Osnabrücker Zoo entworfen. Neun Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren haben ihn bereits vor der offiziellen Eröffnung auf seinen Spaßfaktor hin getestet. Das Urteil fällt einhellig aus: " Echt cool", fasst Luise kurz und knapp zusammen.
Am besten gefällt allen sofort das aus Seilen und Kordeln gespannte Netz und die damit verbundenen Klettermöglichkeiten auf dicken Tauen, unregelmäßigen Leitern und Röhren. Es ist zwar nicht das ursprünglich angekündigte Höhen-Trampolin. " Aber es ist schon ein bisschen spannend, weil man so komisch einsinkt und wieder zurückfedert", erklärt der zwölfjährige Janko. Derweil nehmen Finn-Ole, Theresa und Lukas ein Gerüst genauer unter die Lupe, das einem Ochsenkarren nachempfunden ist. " Hey, ich habe ein Auto gefunden", schreit Shani. Tatsächlich haben alle sofort den alten Landrover erobert, der scheinbar im Sand stecken geblieben ist.
Am liebsten würden sie auch gleich nebenan Gehege und Haus der Hühner besichtigen, doch die brauchen ihre Ruhe, weil sie erst vor Kurzem eingezogen sind. Das Gehege der Ziegen ist noch leer. Später dürfen die Kinder dort die Tiere streicheln. Jetzt vergnügen sie sich erst mal in der Bongo-Schaukel, einem überdimensionalen, geflochtenen, hängenden Korb, in den man von unten einsteigen muss.
Die meisten Baumhäuser, Pfade in luftiger Höhe, Zäune und Gattertore sind aus geschältem Robinienholz errichtet. Zweige und Äste wurden so verwendet, wie sie gewachsen sind, und nicht in regelmäßige Form gebracht. Die Bohlen und Plattformen sind aus Eiche. Beide Hölzer sind extrem langlebig. Der Dorfcharakter wird dadurch verstärkt, dass alles von einer dichten Hecke aus trockenen Zweigen umgeben ist. " Das ist zum Schutz vor den wilden Tieren der Umgebung gedacht", sagt Zoo-Sprecherin Lisa Simon mit einem verschmitzten Grinsen und mit Blick auf die benachbarten Tüpfelhyänen und Schimpansen.
Für jeden etwas dabei
Ebenso wie die Gesichter der Dämonen, die die Pfähle der Schaukelgestelle zieren. Jan-Ole gönnt sich in der Hängematte ein paar Minuten Ruhe, während Jakob und Janko die Partnerschaukel aus dicken Tauen ausprobieren. Was eigentlich erst allzu alltäglich wirkte, entwickelt sich zum Ende des Spielplatz-Tests fast noch zum Highlight. Bei fünf ganz verschiedenen Schaukeln, einer Hängematte und einem Balanciergarten ist für jeden etwas dabei. Zum Abschluss fasst Shani ihre Eindrücke in einem ganz besonderen Lob zusammen, bei dem Lisa Simon gar nicht weiß, ob sie sich darüber nun freuen soll: " Dieser Spielplatz ist noch besser als der mit der Giraffenrutsche."
Autor:
Martina Schwager


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