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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Wiege des Karmann-Ghia
Zwischenüberschrift:
Das Automobil-Werk zog 1962 auf das Gelände im Fledder um
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Vielversprechend sieht es 1962 auf dem Parkplatz der Firma Karmann aus. Ein Modell reiht sich an das nächste. Die Auftragslage ist gut im Wirtschaftswunderland. Mittlerweile hat das Unternehmen Insolvenz angemeldet. Das Verfahren läuft.
Von Marie-Luise Braun - 1962 war das Werk vollständig auf das Gelände um die Neulandstraße umgezogen. Zuvor wurde ein Teil der Produktion noch am alten Standort auf dem Gelände an der Martinistraße/ Weidenstraße angefertigt.
30 deutsche Motorjournalisten waren im Juni des Jahres nach Osnabrück gekommen, um sich das neue Werk anzusehen. 140 000 Quadratmeter standen der Osnabrücker Autoproduktion nun zur Verfügung. 5500 Mitarbeiter waren damals bei Karmann angestellt, zu Beginn des Folgejahres sollte ihre Zahl um 500 steigen. Sie produzierten nicht nur den berühmten Karmann-Ghia als Coupé und Cabriolet, sondern auch Porsche-Fahrzeuge.
Damals waren zudem 75 Prozent der Kapazitäten über Fremdaufträge von allen deutschen Automobilfirmen und von Unternehmen aus Frankreich, Italien, England, Schweden und weiteren Ländern ausgelastet. Die Stadt war stolz auf ihr Unternehmen: Bürgermeister Erpenbeck empfing die Medienleute damals im Friedenssaal.
Die Fotografien sind mit dem Rücken zur Schellenbergbrücke aufgenommen. Der Blick geht in Richtung Südwesten. Der Verlauf der Gleise im Hintergrund zeigt, dass es sich nicht um den gleichen Standort handelt.
Derzeit wird die neue Schellenbergbrücke gebaut. Die alte Brücke war 1912 als Stahlkonstruktion mit Betonfundamenten errichtet worden. Mit ihren 127 Meter Länge verband sie über Bahnschienen hinweg die Stadtteile Schinkel und Fledder. Während des Zweiten Weltkriegs war sie durch Bombentreffer unbrauchbar geworden. Doch Teile wurden immer wieder saniert.
Jetzt aber entsprachen Breite und Höhe nicht mehr den Anforderungen, überdies war die Brücke baufällig. Am 6. Juli 2009 wurde sie gesperrt, in Einzelteile zerlegt und abgetragen.
Die neue, rund 130 Meter lange Bogenbrücke soll im November 2011 ihrer Bestimmung übergeben werden. Sie wird sich über den Hase-Kanal sowie zwölf Bahngleise spannen. Bis dahin wird der Auto-Verkehr über die Mindener Straße umgeleitet. Fußgänger und Radfahrer hingegen können das hölzerne Provisorium nutzen, das fünf Meter neben der alten Brücke aufgestelzt wurde.
Autor:
Marie-Luise Braun


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