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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wege zur gewaltlosen Verständigung
Zwischenüberschrift:
Theater-Workshop an der Realschule mit südafrikanischen Schauspielern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück/ Belm. Im Aufenthaltsraum der Belmer Johannes-Vinke-Schule ist es laut und unruhig. Die Realschüler aus den 7. Klassen reden wild durcheinander, Trommeln feuern den Lärmpegel weiter an. Plötzlich springt ein schwarzer Jugendlicher auf eine kleine Bühne und ruft: " Moskito." Die Schüler sind auf einen Schlag konzentriert und antworten im Chor auf Englisch: " Catch it."
Das Frage-und-Antwort-Spiel dient den südafrikanischen Jugendlichen vom Theaterprojekt " M.U.K.A." aus Johannesburg als Konzentrationsübung für den Theater-Workshop, den sie gestern in der Belmer Haupt- und Realschule abhielten. Vorher besuchten sie die Käthe-Kollwitz-Schule, die Möser-Realschule und die Schule in der Dodesheide.
Wie in Belm haben die südafrikanischen Schauspieler des 1995 gegründeten Straßentheaterprojekts Schülern beigebracht, wie sie Gewaltkonflikten vorbeugen können. Die Schüler müssen sich in kleinen Szenen berühren, auch diejenigen, die sich sonst nicht leiden können. " So wird vermieden, dass sie in Streit geraten", sagt Brian Phakathi, Vorsitzender des " M.U.K.A."- Projekts. Die Abkürzung steht für " Most United Knowledgeable Artists". Auf Deutsch bedeutet das in etwa: die klügsten vereinten Künstler. Das " M.U.K.A".- Projekt ist seit einigen Jahren mit der Kinderkulturkarawane unterwegs, die den gleichberechtigten Dialog zwischen jungen Menschen aus der ganzen Welt fördert.
In Südafrika habe diese spielerische Form der Therapie bereits Wirkung gezeigt, erzählt Brian Phakathi. " Viele Kinder und Jugendliche haben Gewalterfahrungen gemacht", sagt er. Durch diese Übung würden sie untereinander einen Weg der gewaltlosen Kommunikation finden. " Der Theaterworkshop dient den Schülern zur Persönlichkeitsentwicklung und schafft Weltoffenheit", sagt Marianne Hellmannn, Realschullehrerin an der Johannes-Vinke-Schule. Sie verweist auf einen Austausch mit einer Schule aus Sibirien und ein Theaterprojekt mit Jugendlichen aus Burkina Faso, das vor zwei Jahren an der Belmer Schule stattgefunden hat. " Wir unterstützen die Begegnung mit anderen Kulturen", betont Marianne Hellmann.
Der 13-jährige Florian Sydekum stand dem Theater-Workshop zunächst skeptisch gegenüber. " Das sah ein bisschen bescheuert aus", sagt er über die ersten Tanzversuche seiner Klassenkameraden. Dann war aber das Eis schnell gebrochen. Der Mitarbeiter der Schülerzeitung findet es toll, wie alle mitgemacht haben. Die Klassengemeinschaft sei normalerweise nicht so groß, meint er und fügt an: " Sonst gibt es auch nicht so einen extremen Zusammenhalt."
Autor:
tw


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