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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das Mittelalter ist noch sichtbar
Zwischenüberschrift:
Denkmalpflege gehört jetzt zur Bauordnung - ein Bedeutungsverlust?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die städtische Denkmalpflege ist kein eigener Fachdienst mehr. Nach dem Ausscheiden von Denkmalpfleger Bruno Switala hat die Stadt die kleine Abteilung eingebunden in die Bauordnung. Ein Bedeutungsverlust? Nein, sagt Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau.
Helena Ammerich ist die neue Denkmalpflegerin, die zusammen mit Ansgar Westermeyer im historischen Steinwerk an der Bierstraße 7 arbeitet. Die Architektin, die zuletzt bei der Stadtdenkmalpflege in Hannover tätig war, schwärmt von ihrem neuen Büro imältesten Profan gebäude der Stadt. Und sie betont, dass auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen angenehm und reibungslos funktioniere.
Anders als ihr Vorgänger verfügt sie nicht über einen eigenen Fachdienst. Stattdessen heißt es jetzt " Bauordnung und Denkmalpflege". Helena Ammerich kann der neuen Struktur auch Positives abgewinnen: So seien innerhalb der Verwaltung die Wege kürzer, was bei laufenden Bauvorhaben eine bessere Abstimmung ermögliche.
Fachbereichsleiter Franz Schürings betont, mit dieser Organisationsänderung werde der Stellenwert der Denkmalpflege nicht geschmälert. Dafür biete sich aber der Vorteil, dass die kleine Bürogemeinschaft von administrativen Aufgaben entlastet werde.
Das Team aus dem Steinwerk berät Hauseigentümer, die zum Beispiel Umbauten planen. Denkmalschutz werde gerade bei einem Eigentümerwechsel oft als lästig empfunden, sagt Ansgar Westermeyer. Im persönlichen Gespräch wachse oft die Einsicht, zum Beispiel, dass Holzfenster besser zu einem historischen Gebäude passten als solche aus Kunststoff. Um in solchen Fällen Anreize zu geben, verfügt die Denkmalpflege über einen kleinen Etat von 23 600 Euro pro Jahr. Nicht viel, aber genug, um manche Hürde zu überwinden, heißt es dazu.
Beim Blick auf Osnabrück fasziniert Helena Ammerich, dass die Stadt trotz der 80-prozentigen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg immer noch den mittelalterlichen Zusammenhang erkennen lasse. Als persönliches Steckenpferd bezeichnet sie vergessene Baudenkmale und Hinterhofgebäude, von denen sie inzwischen einige kennengelernt hat. Für sie ist es immer wieder eine schöne Überraschung, wenn sie eine Werkstatt, einen Stall oder ein Backhaus entdeckt, ohne dass darüber viel in den Akten zu finden wäre.
Kontakt: Städtische Denkmalpflege, Bierstraße 7, Telefon 05 41/ 3 23 42 06, Mail: ammerich@ osnabrueck.de westermeyer.ansgar@ osnabrueck.de
Autor:
rll


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