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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Archiv bedrohter Arten
Zwischenüberschrift:
Projekt Wildpflanzen-Genbank
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander wird sich für das im Botanischen Garten der Uni Osnabrück angesiedelte Projekt einer Genbank für Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft (WEL) einsetzen. Bei einem Informationsbesuch sagte Sander gestern, zunehmend wichtig sei der Erhalt bedrohter oder in Niedersachsen bereits ausgestorbener Pflanzenarten: " Hierbei sind die Experten der Saatgutgenbank für bedrohte Wildpflanzenarten wichtige Ansprechpartner."
Im Botanischen Garten der Uni Osnabrück wird seit geraumer Zeit das Saatgut bedrohter Wildpflanzenart tiefgefroren und konserviert. Als Archiv und um diese Pflanzen wieder aussäen und vermehren zu können. Den Anstoß dazu gab Loki Schmidt, die Frau des Bundeskanzlers. Seit 2009 wird das Projekt auch vom Landwirtschaftsministerium über die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft mit 820000 Euro gefördert.
Neben dem Schutz der Artenvielfalt hat das Projekt der Genbank auch wirtschaftliche Bedeutung. Denn zahlreiche Wildpflanzenarten haben bedeutsame Nutzungspotenziale für die Medizin oder als Pollen- und Nektarpflanzen für die Landwirtschaft und Ernährung. Möglicherweise sind sie auch als Träger von Resistenzgenen gegen schädigende Mikroorganismen für die Züchtungsforschung bedeutsam.
Auf eine dritte Dimension der Arbeit einer solchen Genbank für bedrohte Wildpflanzen wies die Bundestagsabgeordnete Christel Happach-Kasan (FDP) hin: Bei der Renaturierung von Stilllegungsflächen, Straßenböschungen oder im Landschaftsbau sollten möglichst heimische Herkünfte für die Saatgutmischungen und keine Importe etwa aus Kanada verwendet werden, auch um einer weiteren Ausbreitung von Neophyten vorzubeugen. " So bekommen auch heimische Arten wieder eine Chance."
Das Land Niedersachsen entwickele zurzeit ein eigenes Schutzkonzept " Arche Niedersachsen", so berichtete Umweltminister Sander weiter. Dabei wolle er gerne mit dem Botanischen Garten Osnabrück kooperieren, sagte Hans-Heinrich Sander nach der Besichtigung der Genbank: " Der praktische Naturschutz allein kann nicht leisten, was der Wissenschaft möglich ist."
Deshalb wolle er sich auch für den Abbau " bürokratischer Hemmnisse" bei der Ernte von Saatgut bedrohter Pflanzen in Naturschutzgebieten einsetzen, so versprach der Minister dem Koordinator der WEL-Genbank, Dr. Peter Borgmann.

Bildtext: Besuch im Botanischen Garten: hier (von links) Dr. Peter Borgmann, Christel Happach-Kasan (MdB), Umweltminister Hans- Heinrich Sander und Prof. Sabine Zachgo. Foto: Jörn Martens
Autor:
fhv


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