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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Die Stadt war sehr gut vorbereitet"
Zwischenüberschrift:
Chef der Immobilien-Bundesanstalt: Wir haben von Osnabrück gelernt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Er habe in Osnabrück dazugelernt, sagt Axel Kunze, Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) und Gast der dritten Osnabrücker Investorenkonferenz im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK). Die Bima verwaltet und verkauft die von den Briten geräumten Liegenschaften.
Herr Kunze, Sie sagten während der Konferenz, Sie hätten am Anfang Streit mit dem Oberbürgermeister gehabt. Vorüber?
Mit dem OB hatte ich keinen Streit. Es waren die Ansichten der Stadt, die mit unseren zunächst nicht zusammenpassten und über die wir beim ersten Zusammentreffen diskutiert haben.

Was passte denn nicht zusammen?
Wir hatten vor, zu Beginn stärker in Paketen zu veräußern. Wir wollten vor allem die Wohnungen möglichst schnell auf den Markt bringen, um Leerstände zu vermeiden, die immer schädlich sind und Geld kosten.
Und der Stadt ging es zu schnell?
Die Stadt wollte den Paketverkauf in dem Maße nicht mitgehen. Uns war der Paketverkauf aber wichtig, weil zu dem Zeitpunkt - vor der großen Krise - Investoren auf dem Markt unterwegs waren, die ein solches Produkt gesucht haben.

Warum haben Sie davon Abstand genommen?
Wir haben uns überzeugen lassen. Im Nachhinein muss man feststellen: Es war eine gute Entscheidung, Teile des Wohnungsbestandes in den Einzelverkauf zu geben.

Sie hätten von Osnabrück gelernt, sagten Sie in der Investorenkonferenz. Was haben Sie gelernt?
Die Stadt war sehr gut vorbereitet. Sie hatte konkrete Strukturen und klare Vorstellungen, als wir in die Gespräche gingen. So etwas hat man nicht immer.

Die Stadt hat den Einzelverkauf von Häusern an junge Familien durchgesetzt. War das etwas völlig Neues für Sie?
Ja. Die Stadt hat die Kriterien mit dem Punkteschema für die Vergabe der Wohnungen ausgearbeitet und ist mit klaren Vorstellungen in die Gespräche gegangen. Das war für uns neu. Aber man hat gesehen, es ist ein erfolgreiches Konzept.

Haben Sie sich eigentlich schwergetan mit dem Vorrang für junge Familien?
Wie gesagt, wir haben uns überzeugen lassen.

470 der 750 Wohneinheiten sind noch zu verkaufen. Geht es Ihnen nicht zu langsam?
Nein, keineswegs. Sie müssten bedenken, dass man nur eine bestimmte Wohnungsmenge pro Jahr an einem bestimmten Standort in den Markt bringen kann. Wir sind da schon an der Grenze des Möglichen. Und ich muss an dieser Stelle mal ausdrücklich das Team in unserem Hause loben, das engagiert und kreativ an die Aufgabe herangegangen ist. Dort ist auch die Idee entstanden, Wohnungen befristet an Studenten zu vermieten.

Warum an Studenten?
Das sind befristete Mietverträge, damit einige der Häuser, solange sie nicht endgültig vermarktet sind, nicht leer stehen. Das nützt allen: Die Studenten finden günstige Wohnungen, und wir vermeiden Leerstand, und wir gewinnen Zeit für die endgültige Vermarktung.

Die Vermarktung war bislang nach Ihren eigenen Worten " wirtschaftlich erfolgreich". Geht das auch etwas präziser: Wie erfolgreich waren Sie denn?
Die Vorgabe des Bundes ist, den vollen Bodenrichtwert der Grundstücke und den Restwert des Bestandes zu erreichen. Beides wurde gut erreicht. Die beteiligten Kollegen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben arbeiten bei den Verkäufen so, dass der Bundesrechnungshof alle Verkäufe jederzeit überprüfen kann.

Was nehmen Sie aus Osnabrück mit?
Dass es sich lohnt, immer und immer wieder miteinander zu reden, Positionen auszutauschen und gute Kompromisse auszuhandeln.

3. Investorenkonferenz
Bauunternehmer, Projektentwickler und Makler Zum dritten Mal hatten die Stadt und Wirtschaftsförderung eingeladen, um die Potenziale der ehemaligen Briten-Wohnungen und Kasernen vorzustellen. Etwa 170 Fachleute nahmen teil, darunter zwei Dutzend aus einem Umkreis von mehr als 50 Kilometern. Im Mittelpunkt stand diesmal der am Westerberg, der Studenten die Chance bieten soll, sich selbstständig zu machen. Die Pläne stellte Oberbürgermeister Boris Pistorius vor. Stadtbaurat Wolfgang Griesert präsentierte die weiteren Kasernen, Axel Kunze von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) berichtete über die Vermarktung der 750 Seit März 2009 sind 349 Wohnungen angeboten und 270 verkauft worden. Die Preise lagen zwischen 70000 und 200000 Euro. Ein Drittel der Käufer kommt nicht aus Osnabrück.
Autor:
hin


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