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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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... In Betreff der Verrechnung der Kosten der Vorarbeiten für die Wasserleitung sei nach dem Schlußgutachten des Bauraths Salbach das Ergebniß der nach der BeschJußfassung der städtischen Collegien in der Nähe der Stadt ausgeführten Wasserbohrungen das gewesen, daß man nicht genügend oder schlechtes Wasser gefunden Der Versuchsbrunnen am Schinkel werde 2500 bis 2800 Cubikmeter Wasser von 13, Härte in 24 Stunden liefern und es sei darauf hingewiesen, daß man diesen Ertrag noch durch Zuleitung von vorhandenem härterem Wasser wohl auf 4200 Cbm. vermehren könne und dann immer noch ein gutes, für Haushaltszwecke und Industriezwecke brauchbares von 17, Härte, also noch weicher als Hasewasser, habe Baurath Salbach hätte mit der Baucommission verhandelt und den städt. Collegien anheimgestellt, darüber zu beschließen, die städtische Wasserleitung auf dem Terrain am Schinkel zu begründen, den erforderlichen Vertrag abzuschließen, damit die königl Cabinetsordre in Betreff der Enteignungen erfolgen könne und wenn dann Alles glatt abgehe, so könne der Bau im nächsten Herbst fertig sein. Die Gesammtkosten werden sich, wie schon mitgetheilt, auf 900000 bis l Million Mark belaufen, die Erwerbung von Grundstücken werde nur gering sein. Herr Kramer fragt, welche Garantie Herr Salbach denn gebe, daß das versprochene Wasserquantum auch wirklich da sei. Er schlage sonst vor, die Anlage noch dem Gutachten anderer Sachverständiger zu unterwerfen Herr Oberbürgermeister: Die Garantie liege wohl in der Person des Herrn Salbach und seinem Wissen und Können Viele Wasserleitungen habe er zur Zufriedenheit ausgeführt. Herrn Haarmann scheint die Anregung des Herrn Krämer nicht unrecht zu sein, da es sich um eine sehr große Ausgabe handle. Nach der eignen Angabe des Herrn Salbach sei das aufgefundene Wasserquantum nur mäßig und es scheine auch nach seiner Ansicht gerathen, noch eine andere Autorität zur Begutachtung zuzuziehen. Herr Kromschröder ist der Ansicht, man könne die Anlage getrost dem Baurath Salbach überlassen, der Ertrag von 4200 Cbm., 120 Liter per Kopf der Bevölkerung, sei vollständig genügend, in vielen Städten gebrauche man viel weniger Wasser. Der Herr Oberbürgermeister bemerkt, man habe anfangs mit verschiedenen Wasserbautechnikern verhandelt, u a. mit dem Baurath Schmidt aus Frankfurt a. M , der die Wasserleitung aus den " sieben Quellen" habe herstellen wollen, darauf haben die städtischen Collegien beschlossen, den Baurath Salbach zuzuziehen und mit ihm einen am 18 Aug 1886 genehmigten Vertrag geschlossen (Verliest denselben ) Baurath Salbach werde wohl nichts dagegen haben, wenn man die Anlage noch durch einen ändern Sachverständigen begutachten lasse Herr Haarmann: Man verlasse sich jetzt auf die Autorität eines Einzelnen, es sei eine Beruhigung für die Stadt, wenn das Project vor der Ausführung auch durch Andere geprüft werde Der Herr Stadtbaumeister glaubt, daß wenn ein anderer Sachverständiger komme, dieser nochmals wieder lange Zeit und Versuche nöthig habe, um ein Urtheil zu gewinnen Wenn man sich entschlösse, mehr härteres Wasser aus der Muschelkalkformation zu benutzen, so sei solches genug vorhanden Er sei der Ansicht, jetzt vorzugehen, die hiesigen geognostischen Verhältnisse könne kein Sachverständiger ändern Herr Kramer ist der Ansicht, daß ein neuer Sachverständiger ein rasches Urtheil abgeben könne In Münster habe man auch
böse Erfahrungen mit der Wasserleitung gemacht, eine solche sei ein zugebundener Sack. Er bitte nochmals dringend, seinen Antrag zu berücksichtigen Herr Haarmann: Der neue Sachverständige solle nur das Salbach' sehe Projekt prüfen, die Stelle, welche das Wasser liefern solle. Auf die Mitwirkung der großen Industrie sei wohl wenig zu rechnen, vielleicht werde Witte und Kämper Theil nehmen, das Stahlwerk wohl nicht Wenn er auch das Salbach' sche Project für gut halte, so sei doch eine competente Prüfung geboten. Herr Gosling Man habe sich nun schon Jahre lang mit der Wasserleitungsfrage beschäftigt und die Wasserleitungs- commission habe sich alle mögliche Mühe gegeben, aber, wenn auch Salbach noch so viel Vertrauen besitze, sei er doch der Ansicht, daß man die Frage beantworte, wer noch zur Prüfung zuzuziehen sei. Herr Kromschröder ist der Ansicht, die Ergebnisse der Versuchsbrunnen etc. könne Jeder nachrechnen, was denn ein neuer Sachverständiger solle? Herr Haarmann: Herr Kromschröder sei absolut sicher, er aber auch, so einfach sei die Sache indeß doch nicht. Er sei kein Gegner, sondern nur dafür, die Sache nochmals " überflüssiger" Weise prüfen zu lassen. Er halte sich nicht für unfehlbar, wenn indeß die Sache auch klar sei, so werde sie nicht dunkler durch eine zweite Untersuchung. Der Herr Oberbürgermeister ist schließlich der Ansicht, es wäre das Beste, dem Baurath Salbach gleich zu schreiben, um die " etwas ängstlichen Herren" zu beruhigen. Im Betreff der Verrechnung der Kosten der Vorarbeiten, in Summa 56270 M (in welche die Kosten der noch vorhandenen Locomobile und der Werth des zweiten Versuchsbrunnens, der wieder mit benutzt werden könne, mit Inbegriffen) schlage er vor, die runde Summe von 57000 M. definitiv als Vorschuß der Cämmereikasse für das laufende Jahr zu buchen mit der Bestimmung, sobald das Wasserwerk die aufzunehmende Summe tilgen kann, solle für das bis dahin unverzinsliche Capital die Verzinsung eintreten.


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