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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Gentechnik zerstört Natur aus Profitgier"
Zwischenüberschrift:
Treckerdemo und Kundgebung auf dem Ledenhof
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mit einer Treckerdemo und anschließender Kundgebung am Ledenhof machten am Samstag Kritiker der " grünen Gentechnik" ihrem Unmut Luft. Zu der Aktion hatte ein Bündnis aus Initiativen für gentechnikfreie Landwirtschaft, Milchbauern und Imkern aufgerufen.
Rund 30 Traktoren und Fahrzeuge beteiligten sich an dem Protestzug von der Halle Gartlage über den Wall. " Gentechnik zerstört Natur aus Profitgier" oder " Keine Sau will Gen-Fraß" - solche Slogans verdeutlichten schon auf der Fahrt zum Ledenhof das Anliegen: Bauern und Bevölkerung wehren sich weiter gegen Versuche, genveränderte Organismen (GVO) in der Landwirtschaft zuzulassen.
Die Anti-Gentec-Bewegung habe in den letzten Jahren eine große Leistung erbracht, sagte Friedrich-Wilhelm Gräfe zu Baringdorf. Industrie und Regierung hätten ihre Interessen aufgrund des Widerstandes gegen die " Grüne Gentechnik" noch nicht durchsetzen können, so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Er forderte zur Wachsamkeit gegen die Versuche der EU-Kommission auf, GVO-Verordnungen zu forcieren. Die Zulassung solcher Regelungen sei mittlerweile dem strikten Befürworter und EU-Gesundheitskommissar John Dalli übertragen worden. Gräfe zu Baringdorf warnte auch die deutsche Regierung vor einer juristischen Neuinterpretation der Freisetzungsrichtlinie. " Egal, welche Abstandsnormen gelten sollen, es darf keine Kontamination geben: Bleibt uns vom Acker mit dem Scheiß."
Der Einsatz von Gentechnik bringe Bauern und Verbrauchern keinen Nutzen, sondern berge nur Risiken meinte Romuald Schaber. Der Vorsitzende des Bundesverbandes deutscher Milchviehbauern forderte von den Landwirten, dass sie nur Lebensmittel ohne Gentechnik auf den Markt bringen dürften. " Als Produzenten und Konsumenten müssen wir in dem Kampf zusammenstehen, weil wir voneinander abhängig sind", so Schaber.
Horst Heemann vom Imkerverband verwies auf die Wichtigkeit der Bienen als drittwichtigsten Faktor in der landwirtschaftlichen Wertschöpfung. Ihr Nutzen liege in der Befruchtung von Bäumen und Sträuchern, die wiederum Nahrungsquellen seien. Durch den GVO-Einsatz könnten die Tiere für eine ungewollte Verbreitung genmanipulierter Substanzen sorgen. " Die Gen-Industrie führt zur Aufgabe der Bienenhaltung, weil die Imker die hohen Untersuchungskosten nicht bezahlen könnten, die für den Nachweis unbelasteten Honigs wichtig sind", so Heemann.
Die Demonstration sei vielleicht nicht weltbewegend, aber ein Zeichen, " dass wir in Deutschland und Europa keine gentechnisch veränderten Lebensmittel haben wollen. Sie machen krank und verteuern die Nahrungsmittel", sagte Veranstalter Rolf Brinkmann vom Verein Ecovillage vor rund 200 Teilnehmern.

Bildtext: Gegen den Einsatz von Gentechnik protestierten am Samstag rund 200 Teilnehmer auf dem Ledenhof.Fotos: Gert Westdörp
Autor:
steb


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