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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nachbar duldet keine Ausnahmen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Bezug nehmend auf Ihren Artikel [...] möchte ich als betroffener Anwohner Stellung nehmen, um auf einige Probleme aufmerksam zu machen, die mit der Einrichtung des Gehweges vor den Häusern 141-153 in der Hofbreede in Zusammenhang stehen: Das Mietshaus 151-153 am Ende des Gehweges ist mit seniorengerechten Wohnungen ausgestattet. Hier leben überwiegend alte, alleinstehende, teilweise gebrechliche und gehbehinderte Menschen, die oftmals auf außenstehende Hilfen angewiesen sind. Wer jedoch in zwingenden Fällen mit dem Fahrzeug den Gehweg benutzt, um zum Beispiel eine gehbehinderte oder kranke Person vor der Haustür abzuholen oder abzusetzen, ist mit 15 Euro Verwarnungsgeld dabei.
Jeder wird angezeigt, egal, ob er schweres Umzugsgut, schwere Lasten oder kranke beziehungsweise gehbehinderte Menschen transportiert. Hier wird keine Ausnahme geduldet. Ich meine, es ist an der Zeit, dass hier die zuständige Verwaltungsbehörde der Stadt Osnabrück eine für beide Seiten tragbare Lösung finden sollte, Bebauungspläne hin oder her. Die Sperrung des Weges durch Poller löst nicht die Probleme der älteren Menschen, die gern die grüne und ruhige Umgebung genießen und hier - wie alle anderen Anlieger auch - in Frieden leben möchten.
Leider ist in Ihrem Artikel nur einseitig aus der Sicht des ? besorgten Vaters? berichtet worden. Und nur so einseitig konnte das Ergebnis Ihrer Umfrage ausfallen. Ich bin davon überzeugt, dass Ihre Leser im Forum des Internets differenziertere und qualifiziertere Beiträge vorgefunden hätten, wenn im oben genannten Artikel gleichzeitig auch über die Probleme der betroffenen Anwohner berichtet worden wäre. So aber entsteht bei vielen Außenstehenden der Eindruck, dass in der Hofbreede 141-153 nur Chaoten wohnen und ihr Unwesen treiben."
Gerhard Determann
Osnabrück

Gegenseitige Toleranz
" Natürlich haben wir als Nachbarn Verständnis, wenn ein Familienvater seine Töchter vor Gefahren durch Straßenverkehrsverletzungen schützen will. Andererseits ist es für die übrigen Anwohner des Fußweges in den letzten drei Jahren aufgrund der großen Zahl von Anzeigen des einen Eigentümers zu erheblichen Behinderungen und Einschränkungen gekommen.
So wurden dadurch die Anlieferung von Nahrungsmitteln (zum Beispiel Essen auf Rädern, Anlieferung von Getränkekisten) insbesondere im hinteren Teil des Fußweges erheblich erschwert. Gehbehinderte Anwohner hatten Angst, sich direkt vor ihrer Haustür abholen oder absetzen zu lassen. So wurde bei den Anzeigen unter anderem nicht differenziert, ob es sich um die Anlieferung schwerer Gegenstände wie zum Beispiel Möbel handelt.
Bis zum Zuzug vor über drei Jahren des in Ihrem Artikel mehrfach zitierten Eigentümers hatte sich von allen übrigen Anwohnern dieses Fußweges eine gut tolerierte Praxis für oben genannte Zwecke eingespielt. In den letzten 20 Jahren sind mehr als zehn Kinder im Rahmen dieser so genutzten und bewährten Praxis an dem Fußweg aufgewachsen. Selbstverständlich wurde in dieser Zeit im Einzelfall möglichen Gefahrensituationen im persönlichen Gespräch begegnet. Bei rechtzeitiger Kommunikation mit uns als Nachbarn hätte man sicherlich gemeinsam in Sonderfällen gegen Verkehrsverletzungen auf dem Fußweg vorgehen können.
Die jetzt eingetretene Eskalation ist sicherlich für alle Beteiligten bedauerlich. Wir zitieren: ? Er hat das Recht auf seiner Seite . . .? Dennoch denken wir, dass es mit etwas gegenseitiger Toleranz möglich sein müsste, dass im Rahmen der nachbarschaftlichen Hilfe von einer strengen Auslegung sicherlich notwendiger Rechtsvorschriften Abstand genommen werden könnte."
Dieter Varwig
Christa Hüsing
Hedwig Wellenbrock
Josef Strunk
Osnabrück

Ähnliche Situation
" In dem Artikel wird unter anderem eine Frau zitiert, die sich dahingehend äußert, dass die Kommune in dem geschilderten Fall ihre Bürger ? im Regen stehen lässt?. Die Situation ist in der Friedrichstraße seit Jahren sehr ähnlich. Hier wurde vor Jahren die Universität/ Fachhochschule erweitert, ohne ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Durch den damit verbundenen Autoverkehr und die Parkplatznot ist die Situation für die Anwohner streckenweise unerträglich. Die Sperrung der Offenbachstraße führt zu noch mehr Park-Such-Verkehr.
Seit Anfang des Jahres ist die Lotter Straße wegen Straßensanierungsarbeiten teilweise gesperrt. Die Friedrichstraße wird seitdem von den Autofahrern als Durchgangsstraße genutzt. Seit April werden nun aber auch in der Friedrichstraße Straßenbauarbeiten durchgeführt. Dadurch werden circa 70 Prozent der sowieso knappen Parkplätze durch Arbeitsgeräte und Bauarbeiten blockiert. Beschwerden beim Straßenverkehrsamt ergaben keine Resonanz. [...]
Wurden schon bisher unsere Eingaben und häufigen Beschwerden nur unzureichend berücksichtigt, so hatte sich diese Situation seit März zusätzlich durch umfangreiche Umbauarbeiten an einem Haus in der Friedrichstraße in einem für die Anlieger unvorstellbaren Maß verschärft. Zeitweise konnten die Grundstücke per Auto nicht verlassen werden. Besonders einige sehr gehbehinderte Menschen [...] waren hiervon betroffen [...].
Die Auseinandersetzungen mit den Bauarbeitern verliefen sehr unerfreulich. Die Rücksichtslosigkeit gegenüber den Anwohnern kannte keine Grenzen. [...] Auch Kontrollgänge seitens der Stadtverwaltung nahmen diese Behinderungen nicht wahr.
Es wurde aufgeschrieben, wenn ein Wagen notgedrungen seitenverkehrt auf dem Parkstreifen stand beziehungsweise nur teilweise auf einem vorhandenen Parkstreifen parkte, weil der Weg für gehbehinderte Menschen zu weit war. Wenn die Baufahrzeuge im Halteverbot standen, andere Verkehrsteilnehmer blockierten, gab es offenbar keine Anzeige. Das ist wirkliche Bürgernähe."
Traute und Victor Dierig
Osnabrück
sowie neun weitere Unterzeichner
Autor:
Gerhard Determann, Dieter Varwig, Christa Hüsing, Hedwig Wellenbrock, Josef Strunk, Traute und Victor Dierig


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