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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Beifall für den zweiten Steinbruch
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum Westerberg: Verkehrsprobleme ein Dauerthema
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Lob spendeten die Bürger den Erschließungsplänen für den zweiten Steinbruch südlich des Botanischen Gartens, die Dierk Meyer-Pries vor dem Bürgerforum Westerberg/ Weststadt ausbreitete. Kritik kassierte die Verwaltung hingegen für einzelne Aspekte der Verkehrsführung.
Ein Anlieger der Bismarckstraße erneuerte vehement seine Kritik an der Neugestaltung der Bismarckstraße mit historischem Natursteinpflaster. Besonders abends und nachts knallten die Autos mit weit mehr als Tempo 30 die schnurgerade ausgebaute Straße entlang. Mit höherer Geschwindigkeit stiegen die Abrollgeräusche der Reifen exponenziell. Das sei wie ein durchrasender Güterzug und " lauter als auf dem Neumarkt". Die Verwaltung habe die Hinweise der Anlieger auf den Bürgeranhörungen im Vorfeld des Umbaus nicht ernst genommen, keine Fahrbahnhindernisse geschaffen und führe keine abschreckenden Geschwindigkeitskontrollen durch. " Wenn man aus denkmalpflegerischen Gründen historisches Naturpflaster will, übrigens gegen den Mehrheitswillen der damals befragten Anlieger, dann muss man auch dafür sorgen, dass es nur in historischer Geschwindigkeit befahren wird", sagte er.
Ein anderer Bürger ergänzte, dass das Problem verschärft werde durch die Sperrung zwischen Offenbachstraße und Blumenthalstraße. Seitdem erlebe die Bismarckstraße viel mehr Verkehr, und im gesamten Areal habe der Parksuchverkehr vorwiegend durch Studenten noch zugenommen. Sitzungsleiter und Ratsvorsitzender Josef Thöle (CDU) wies darauf hin, dass die Sperrung auf Bürgerwunsch, zwecks Lärmreduzierung, vorgenommen worden ist. Aber so sei das eben: An einer Stelle greife man verbessernd ein, und an anderer Stelle zeigten sich dann negative Konsequenzen. Er regte an, die Probleme " im Gesamtkontext" noch einmal im Stadtentwicklungsausschuss zu beraten.
Auch solle erneut geprüft werden, ob die Caprivistraße nicht doch einen zweiten Zebrastreifen erhalten kann, obwohl das in Tempo-30-Zonen eigentlich nicht vorgesehen sei. Bürger beklagten, dass sich kaum jemand um Tempo 30 schere. Das Konservatorium werde von 2000 Schülern besucht, von denen viele die Caprivistraße queren müssten. Ein weiterer Zebrastreifen sei in Höhe der Einmündung der Sophie-Charlotte-Straße dringend erforderlich. Die Kindergarten- und Schulkinder aus dem neuen Baugebiet könnten die Bushaltestelle auf der westlichen Straßenseite der Caprivistraße nur unter großen Gefahren erreichen.
Der Vorsitzende des Freundeskreises Botanischer Garten, Dierk Meyer-Pries, stellte die Pläne für die Anbindung des ehemaligen Kalksteinbruchs an den Botanischen Garten dar. In diesen Tagen erfolge der erste Spatenstich für den Verbindungsweg. Er werde in einem Tunnel unter der Gutenbergstraße herführen. Nutzungsideen für die denkmalgeschützten ehemaligen Wasserhochbehälter hat der Freundeskreis auch schon: Hier ließe sich in einem " Forum Wasser" der Zusammenhang von Pflanzenwachstum und Wasser hervorragend darstellen, so Meyer-Pries. Die 40 anwesenden Bürger spendeten den Plänen und den Ideengebern Beifall.

Bildtexte: Der ehemalige Steinbruch auf dem Westerberg wird durch einen Zuweg mit dem Botanischen Garten verbunden. Das Projekt kostet 385000 Euro und wird von der Bundesstiftung Umwelt, der Niedersächsischen Bingostiftung, der Friedel und-Gisela Bohnenkamp-Stiftung, der Universität und dem Freundeskreis Botanischer Garten getragen. Fotos: Klaus Lindemann
Autor:
jod


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