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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Wand kommt, aber es dauert Jahre
Zwischenüberschrift:
Zwischenstand zum Lärmschutz für die Gaster Feldrieden-Siedlung neben der A 30
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Hasbergen. Es wird nichts in diesem Jahr, es wird auch nichts im nächsten. Aber es wird. Die Planungen für den Lärmschutz an der A 30 auf Höhe der Feldrieden-Siedlung in Hasbergen-Gaste befindet sich immer noch in einer frühen Anfangsphase. Ein Zwischenbericht.
Der Stein des Anstoßes: Die Nachbarinnen Gerhild Braunschweig, Heike Heiken und Gaby Korf leben am Heideweg in Gaste und damit in Hörweite der Autobahn. Das äußert sich in einem beständigen Rauschen. Weil sie dieses überhatten, taten sie etwas, das schon viele Initiativen vor ihnen getan hatten, ohne dass es etwas geändert hätte: Sie sammelten Unterschriften und sendeten diese - verbunden mit einer Petition für Lärmschutz - an die Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.
Die große Überraschung: Kurz vor Heiligabend erreichte Braunschweig ein Brief aus NRW. Darin war von Lärmuntersuchungen die Rede, die ergeben hätten, dass die Grenzen am Heideweg überschritten seien und deshalb ein Konzept für Lärmschutzmaßnahmen erstellt werde - einfach so, ohne Demonstrationen oder jahrelange Briefwechsel.
Was seitdem geschah: Zuständig für das Verfahren ist jetzt Roland Krumm. Krumm ist stellvertretender Planungsleiter bei der Regionalniederlassung Münsterland des Landesbetriebes Straßenbau NRW. Und Krumm sagt: " Wir bauen gerne Lärmschutzwände." Denn das sei eine Baumaßnahme, die vor Ort in der Regel nur Befürworter finde. Die Behörde ist gerade dabei, ein digitales Geländemodell zu erstellen. Zu diesem Zweck habe bereits eine " Befliegung" der Strecke stattgefunden, so Krumm. Die Daten müssen jetzt ausgewertet werden.
Die nächsten Planungsschritte: Das Geländemodell wird später Grundlage der Planungen sein. Die werden laut Krumm aller Voraussicht nach bis ins Frühjahr dauern. Erst dann werde man sich konkret mit den Erfordernissen vor Ort beschäftigen. Klar ist aber schon jetzt, dass die Wand wesentlich länger sein wird, als das - vom Fachmann auf rund 350 Meter geschätzte - Stück der Siedlung, das an die A 30 angrenzt. Krumm nennt das Überstandslängen, die auf beiden Seiten einige Hundert Meter ausmachen können.
Der Zeitplan: Eigentlich gibt es ihn nicht. Die Planer müssen erst die Berechnungen abwarten, ehe sie sich genauer mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut machen können. Und die können unter Umständen für Sand im Getriebe sorgen. Müssen Flächen zugekauft werden? Wie ist der Untergrund beschaffen? Liegen dort eventuell Fliegerbomben? Alles Unwägbarkeiten, die das Verfahren erheblich verzögern können. Selbst wenn alles glattginge, könne aufgrund von Ausschreibungen frühestens in zwei Jahren mit dem Bau der Wand begonnen werden, schätzt Krumm.
Die Reaktion vor Ort: Gerhild Braunschweig sagt: " Jetzt haben wir so lange gewartet, da kommt es auf ein paar Monate auch nicht mehr an." Bei ihr hält immer noch die Freude vor, dass sich überhaupt etwas tut. " Andere müssen erst klagen. Und wir haben nur einen Brief geschrieben."
Autor:
hpet


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