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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neue Kompost-Anlage auf dem Piesberg
Zwischenüberschrift:
Investition von mindestens 3,3 Millionen Euro - Wie viel Geruch ist erträglich?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt plant den Bau einer Kompostierungsanlage und die Modernisierung des Abfallwirtschaftszentrums auf dem Piesberg. Die Kosten: 3, 35 Millionen Euro in der einfachen Ausführung, 4, 8 Millionen in der geruchssicheren Variante. Nächste Woche wird der Rat entscheiden.
Das Abfallwirtschaftszentrum soll mindestens weitere 25 Jahre auf dem Piesberg bleiben. Finanzchef Horst Baier hatte im vergangenen Jahr die alten Pläne gestoppt, das Müll-Zentrum an den Süberweg oder Fürstenauer Weg zu verlagern. Genaue Analysen hatten ergeben, dass ein Umzug viel zu teuer wäre.
Offen waren bislang rechtliche Fragen. Denn die Genehmigung zum Betrieb des Abfallwirtschaftszentrums auf dem heutigen technischen Niveau läuft endgültig am 31. Dezember 2011 aus. Eine nochmalige Verlängerung ist nach Aussage des Gewerbeaufsichtsamtes Oldenburg nicht möglich. Die Konsequenz: Der Servicebetrieb Osnabrück (früher Abfallwirtschaftsbetrieb) muss eine Umschlaghalle bauen und die vorhandenen Anlagen " ertüchtigen", wie die Fachleute sagen. Auf eine komplette Einhausung der Annahme-, Zerkleinerungs- und Siebanlage will die Stadt aber verzichten. Sie wäre mit Mehrkosten von 1, 3 Millionen Euro verbunden.
Nach den neuen Plänen soll auf der sogenannten Rottefläche Nord-Ost eine Kompostierungsanlage entstehen. Schon jetzt werden dort der Grünabfall von den städtischen Sammelplätzen und der Kehricht aus den Straßenkehrmaschinen aufbereitet. Die Fläche liegt am nordöstlichen Rad der alten Müllkippe und grenzt unmittelbar an den Wanderweg, der auf die Felsrippe (mit den Windrädern) führt. Hier sollen in Zukunft alle geruchsintensiven Grünabfälle verarbeitet werden, auch jene, die zurzeit auf dem Kompostplatz am Heger Friedhof geschreddert werden. Die Anwohner dort wird es freuen. Sie haben an den Schreddertagen den unvermeidlichen Gestank zu ertragen. Künftig soll am Heger Friedhof nur noch geruchsarmer Grünabfall zerkleinert werden, der als Brennstoff geeignet ist.
Die Kommunalpolitiker müssen auch über den Standard der neuen Kompostierungsanlage entscheiden. Soll es eine geruchssichere, rundherum geschlossene und mit Biofilter ausgestattete Halle sein, oder genügt eine dreiseitig geschlossene Überdachung? Diese offene Variante würde 1, 2 Millionen Euro kosten, die Kompletthalle mehr als das Doppelte.
Die Kosten tragen letztlich die Gebührenzahler. Weder der TÜV noch das Gewerbeaufsichtsamt fordern die Kompletthalle. Die Gerüche der Kompostierungsanlage würden Pye und Wallenhorst nicht erreichen. Sie würden vor allem über den Wanderweg wehen - was nach Ansicht des TÜV Nord aber kein Problem darstellt, weil sich dort niemand dauerhaft aufhält. Seit 2006 werden auf der Fläche ohne Schutzvorkehrungen Grünabfall und Straßenkehricht verrottet. Eine dreiseitig geschlossene Halle würde die Geruchsimmissionen im Vergleich zu heute senken, so die Verwaltung.
Die Idee, eine Biogas-Anlage auf dem Piesberg zu bauen, wird vorerst nicht weiterverfolgt. Für einen wirtschaftlichen Betrieb reichen die Grünabfallmengen nicht aus. Die Option bleibt aber erhalten.
Der in der Biotonne gesammelte Abfall ist von den Änderungen nicht betroffen. Der wird weiter von der Firma Remondis abgeholt und zum Kompostwerk im Schweger Moor gebracht. Der Vertrag mit Remondis läuft bis 2015.
Autor:
hin


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