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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Filetstück auf dem Verhandlungstisch
Zwischenüberschrift:
Quartier Lotter Straße: Eine Handvoll Investoren
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn es um die Zukunft des Quartiers Lotter Straße geht, dann gibt sich Stadtbaurat Wolfgang Griesert bedeckt. " Eine Handvoll Angebote" für die bauliche Gestaltung der insgesamt 6, 2 Hektar großen Fläche lägen nach Abschluss der Bewerbungsphase auf dem Tisch. Jetzt werde verhandelt. In die Karten schauen lassen will sich Griesert dabei aber nicht.
Kein Wunder, denn jede unbedachte Äußerung über Art und Umfang der Vorschläge könnte die Position der Stadtverwaltung am Verhandlungstisch mit den Investoren schwächen. Nur so viel will Griesert verraten: " Die Angebote sind schon sehr konkret."
Auf Basis dessen, was die Investoren im Zuge des europaweiten Wettbewerbes eingereicht hatten, wird jetzt verhandelt. " Das ist kein einfaches Geschäft. Es ist keinesfalls so, dass die Wünsche der Stadt kommentarlos hingenommen werden", erklärt Griesert. Aber auch die Verwaltung sagt in den Gesprächen offen, was nicht gefällt oder wo noch ein bisschen nachgebessert werden sollte.
An den Ausschreibungsvorgaben der Verwaltung beziehungsweise des beauftragten Sanierungsträgers Deutsche Baubecon können die Investoren aber nicht rütteln. Das betrifft zum einen die entwicklungstechnische Zweiteilung des insgesamt 6, 2 Hektar großen Geländes: Die etwa 1, 3 Hektar große Fläche, auf der unter anderem noch die Hagedorn-Fabrik steht, wird von dem Investor gekauft und bebaut, der die Ausschreibung für sich entscheiden kann.
Der Gewinner des Verfahrens muss aber gleichzeitig auch ein Konzept für die restliche, mehrere Fußballfelder große Fläche vorlegen. Dieses Konzept soll dann Grundlage für ein Bebauungsplanverfahren werden, also quasi regeln, wie sich die restliche Fläche entwickeln wird.
Auch bei dem, was gebaut werden soll, gibt die Ausschreibung eindeutige Vorgaben. Wolfgang Griesert formuliert es so: Es müssen Urbanität und Attraktivität gewährleistet werden. Das lebendige und bunte Quartier müsse durch die neue Bebauung weiterentwickelt werden. Demnach soll Platz geschaffen werden für Wohnraum, Dienstleistungen, Gewerbe und Einzelhandel.
Wer die Ansprüche mit seiner Bewerbung nicht erfüllt hat, der wurde bereits im Vorfeld ausgesiebt und sitzt nun nicht mehr am Verhandlungstisch. Die Investoren, die übrig geblieben sind, seien " grundsolide" und könnten einschlägige Erfahrungen nachweisen, so Griesert.
Bis zum Sommer sollen die Unterschriften unter den Verträgen für die Bebauung des Geländes trocken sein. Ob das wirklich klappt, kann Griesert noch nicht absehen. " Es ist möglich, dass wir in eine zweite Verhandlungsphase gehen." Den Verträgen entsprechend, wird dann ein Bebauungsplan aufgestellt, dafür veranschlagt Griesert noch einmal ein bis anderthalb Jahre.
Wenn von städtischer Seite dann alle Voraussetzungen erfüllt und die Flächen verkauft sind, kann der Investor allerdings nicht machen, was er will, betont der Stadtbaurat. Der Vertrag wird nämlich auch zeitliche Vereinbarungen und Qualitätsvorgaben beinhalten. Sanktionsregelungen und Rückgabeverpflichtungen könnten dann ebenfalls Bestandteil des Vertrages werden, so Griesert.
Übrigens: Das historische Gemäuer der Hagedorn-Fabrik wird nicht ganz verschwinden. Auch wenn das Traditionsunternehmen den Standort bis Ende September verlassen haben wird, muss der Investor trotzdem einen Teil des Fabrikgebäudes stehen lassen. " Tabula rasa wird nicht gemacht", sagt Griesert. Die Geschichte und die Atmosphäre des Quartiers sollen nämlich trotz Neubauten erhalten bleiben.
Autor:
df


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