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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osterfeuer nur noch im Verein
Zwischenüberschrift:
Privatleute erhalten künftig keine Genehmigung mehr - CDU und FDP dagegen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Lange ist darüber diskutiert worden, jetzt ist es amtlich: Der Rat hat mit den Stimmen von SPD, Grünen, UWG und Linkspartei ein Verbot privater Osterfeuer ab 2011 beschlossen. CDU und FDP stimmten gegen den Antrag.
Ganz abgeschafft ist die umstrittene Tradition damit nicht. Auch künftig werden innerhalb der Osnabrücker Stadtgrenzen zu Ostern Holzhaufen brennen. Die Verwaltung gestattet allerdings nur noch Feuer, die erkennbar der österlichen Brauchtumspflege dienen und die für jedermann zugänglich sind. Chance auf eine behördliche Genehmigung haben somit nur im jeweiligen Stadtteil verwurzelte Institutionen wie Kirchengemeinden, Sportvereine oder Feuerwehren. Zudem behalten die bislang schon gültigen Mindestabstände der Feuer zu Straßen und Gebäuden ihre Gültigkeit. Osterfeuer in der dicht besiedelten Innenstadt sind somit auch weiterhin ausgeschlossen.
CDU und FDP ging die harte Haltung deutlich zu weit. Katharina Pötter (CDU) bezeichnete die Neuregelung während der Ratssitzung als " Einschränkung und Gängelung der Bürger". Christdemokraten wie auch Liberale hätten gerne an der 2008 beschlossenen Regelung festgehalten. Die schloss private Feuer nicht völlig aus, begrenzte aber unter anderem ihre Größe und machte klare Auflagen, was verbrannt werden durfte und was nicht.
Diese Lösung habe in diesem Jahr " ihre Bewährungsprobe bestanden", sagte Marita Sliwka (FDP). Es habe deutlich weniger Osterfeuer als in den Vorjahren und auch nur wenige Beanstandungen gegeben. " Ohne Ostern 2009 wäre die Neuregelung doch als Erfolg verkauft worden."
Doch es waren nun einmal vor allem die negativen Erfahrungen des Osterfestes 2009, die in vergangenen Monaten die Diskussion bestimmt hatten. Damals hielt eine sogenannte Inversionswetterlage den Rauch der Osterfeuer über der Stadt fest. Die gemessenen Luftschadstoffe befanden sich weit über den zulässigen Grenzwerten. Zahlreiche Bürger beklagten sich über Atemwegbeschwerden und Kopfschmerzen.
So weit wollte es die Mehrheit im Rat nicht noch einmal kommen lassen. Sie bestritt zudem, dass private Osterfeuer tatsächlich Ausdruck von Brauchtumspflege seien. Vielmehr habe so mancher Bürger die Gelegenheit genutzt, bequem seinen Grünschnitt zu entsorgen. " Es ist keine Gängelei, den Bürgern zu sagen: Entsorgt eure Gartenabfälle nicht illegal, sondern nutzt die kostenlosen Grünabfallsammelplätze", fasste Volker Bajus (Grüne) die Mehrheitsmeinung zusammen. Wenn auch nur ein einziger Bürger wegen der Osterfeuer Atemwegsprobleme habe, sei dies für die Politik ein Grund zu handeln, fügte Wulf-Sigmar Mierke (UWG) hinzu.
Dass die Neuregelung einen positiven Effekt haben werde, zog Katharina Pötter allerdings in Zweifel. Vielmehr sei damit zu rechnen, dass die Bürger künftig stattdessen Lagerfeuer aus abgelagertem Kaminholz entzünden würden. Das könne die Stadt ihnen nicht verbieten, da sie auf die entsprechenden gesetzlichen Regelungen keinen Einfluss habe.
Autor:
ack


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