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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Baumfrevel am Westerberg hat ein Nachspiel
Zwischenüberschrift:
Politiker sind sauer auf Investor - Pläne liegen aus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Abholzen von fünf geschützten Bäumen auf der Fläche der ehemaligen Karmann-Villa auf dem Westerberg hat bei den Politikern Spuren hinterlassen. " Das Verhalten des Investors ist nicht geeignet, Vertauen aufzubauen", sagte Frank Henning (SPD) in der Sitzung des Stadtentwicklungssauschusses. Er schloss nicht aus, dass die SPD aus der Planung aussteigt.
Was die SPD bislang hält, ist die Tatsache, dass mit der Millioneninvestition auf diesem Sahnestück des Westerberges erstmals eine durchgehende, grüne Verbindung vom Wall (Rissmüllerplatz) zum Botanischen Garten entstehen soll. Auch Katharina Pötter (CDU) sieht darin ein " lohnenswertes Ziel". Auch die attraktiven Baugrundstücke mit einer Größe von 800 Quadratmetern wären für Osnabrück ein Gewinn.
Jens Meier (Grüne) wies auf die klimatische Bedeutung der Grünfläche hin. Die Zone sei wichtig für den Luftaustausch. Deshalb würden sich die Grünen erst festlegen, wenn das klimatologische Gutachten vorliege, sagte Meier.
Wulf Siegmar Mierke (UWG) sieht den Eingriff in die Kaltluftschneise ebenfalls " sehr, sehr kritisch". Er kritisierte ebenfalls die Bäumfällaktion des Investors. Vor diesem Hintergrund könne der Investor kein großes Entgegenkommen des Rates erwarten.
Die fünf gefällten Bäume waren im Bebauungsplan ausdrücklich geschützt. Sie standen möglicherweise der geplanten Bebauung im Wege. Stadtbaurat Wolfgang Griesert bewertete das Vorgehen des Investors in der vorangegangenen Ausschusssitzung als " ausgesprochen dumm". Die Anordnung der Baugrundstücke, Häuser und Erschließungsstraße sei noch nicht festgelegt. Es hätte sicher Möglichkeiten gegeben, die Interessen des Investors und den Baumschutz in Einklang zu bringen.
Gefällt wurden eine 90 Jahre alte Rotbuche mit 80 Zentimeter Umfang, eine Stieleiche, ein Bergahorn, eine zweistämmige Buche und eine Esche. Jeder Baum hat nach Schätzung der Verwaltung einen Wert im fünfstelligen Bereich.
Gegen den Investor läuft ein Bußgeldverfahren. Im Höchstfall werden 20 000 Euro Bußgeld fällig. Darüber hinaus muss der mutmaßliche Baumfrevler gleichwertigen Ersatz pflanzen. Zum Stand des Bußgeldverfahrens gibt die Stadt keine Auskunft. Auch der Investor wollte auf Anfrage keine Stellungnahme abgegeben.
Um die Bebauung zu ermöglichen, müssen Flächennutzungsplan und Bebauungsplan (Edinghäuser Straße/ Gutenbergstraße) geändert werden. Der Ausschuss hat die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen. Die Pläne liegen im Fachbereich Städtebau (Dominikanerkloster, Hasemauer 1) vier Wochen öffentlich aus. Jeder kann dazu Anregungen und Bedenken äußern.
Autor:
hin


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