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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Osnabrücks Straßenproblem Nr. 1 : Ausbau des Stadtringes beginnt bald
Zwischenüberschrift:
Das Programm 1952 sieht die Neugestaltung des Schloßwalles vor - Verkehrsfallen sollen verschwinden
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrücks Straßenproblem Nr. 1:

Ausbau des Stadtringes beginnt bald
Das Programm 1952 sieht die Neugestaltung des Schloßwalls vor - Verkehrsfallen sollen verschwinden

Der Ausbau des Wallringes ist das größte und wohl auch notwendigste Verkehrsprojekt in Osnabrück. Darüber sind sich alle Stellen klar. Es hat sich schon längst gezeigt, daß die Innenstadtstraßen mit Ausnahme vielleicht der großen Verkehrsachse Martinistraße - Neuer Graben - Wittekindstraße nicht geeignet sind, den Durchgangsverkehr aufzunehmen. Für Osnabrück bleibt die einzige Lösung, den auf die Stadt stoßenden Fernverkehr über die Wälle abfließen zu lassen und so eine Verstopfung der winkelig verbauten Innenstadt zu vermeiden.
Durch das neue Postprojekt am Hauptbahnhof, mit dessen Beginn doch in absehbarer Zeit gerechnet werden darf, hat der Ausbau des Ringwalles nun seinen Startschuß bekommen. Das Stadtbauamt ist zur Zeit bemüht, an möglichst vielen Punkten diesen Ausbau der großen Wallinie vorzubereiten, vor allem dort, wo sich durch Neubauten bereits Ansatzpunkte ergeben.
So werden in diesen Tagen auf dem Stück Goethestraße zwischen Heinrich-Heine-Straße und Möserstraße Arbeiten durchgeführt, die bereits für die Ringgestaltung von Bedeutung sein dürften. Aus Sicherheitsgründen war es nämlich erforderlich, die Absperrmauer vor dem Gelände der früheren Hammersenschen Villa zu erneuern. Die Stadt hat diese Arbeiten gleich mit der Straßenverbreiterung verknüpft. Das tiefer gelegene Grundstück wird jetzt aufgefüllt und die neue Fluchtlinie geschaffen, die bereits durch das Kaffee Baumhöfener und das Eckgebäude an der Möserstraße angedeutet ist. Gleichzeitig wird, wie wir bereits berichteten, das Gelände des ehemaligen Hotels Schaumburg von den Trümmerresten gereinigt, so daß nach dem Bau der Friesenbrücke zwischen dem Niedersachsenplatz und dem Schillerplatz schon ein Stück diese neuen Walles fertiggestellt ist.
Auch auf dem Schloßwall stehen uns Veränderungen bevor. Das Stück Schloßwall zwischen Klubstraße und Neuer Graben ist in seiner heutigen Gestaltung eine der übelsten Verkehrsfallen. Nach der anfänglich zweigleisigen Fahrbahn verengt sich die Straße in Höhe des Hauses Nr. 17 zu einer nur sechs Meter breiten Fahrbahn, die für beide Richtungen freigegeben ist. Dieser enge Schlauch hat schon zu vielen Verkehrsunfällen geführt. Zudem sind die aus Richtung Süden kommenden Fahrzeuge, wenn sie über den Heger-Tor-Wall weiterfahren wollen, auf der Kreuzung am Neuen Graben zu einer gefährlichen und verkehrsbehindernden Schwenkung gezwungen.
  Schon lange wurde darauf hingewiesen, daß auf diesem Stück   eine zweite Fahrbahn und eine gradlinige Durchführung zur   rechten Seite des Heger-Tor-Walles geschaffen werden muß. Dem   steht bis heute noch die Mauer im Wege, die das der Regierung   gehörende Grundstück neben dem früheren Großen Klub.
Es ist jetzt ein Plan ausgearbeitet worden, dieses Verkehrshindernis zu beseitigen und die Straße zweigleisig durchzuführen. Die alten Alleebäume auf dem nur dem Fußgänger zugänglichen Komplex sollen den grünen Mittelstreifen zwischen den beiden jeweils sechs Meter breiten Fahrbahnen bilden. Vom Schnatgang aus muß dann ein Durchstich durch diesen Mittelstreifen in die zweite Fahrbahn erfolgen.
  Dieses Projekt setzt allerdings voraus, daß die Regierung von   ihrem Grundstück elf Meter abtritt. Zur Zeit laufen in dieser   Hinsicht die letzten Verhandlungen zwischen der Stadt und der   Regierung. Der Regierungspräsident hat sich allerdings   grundsätzlich mit einer Grundstücksabtretung einverstanden   erklärt. Damit könnte, wenn schließlich auch die Kostenfragen   geklärt sind, diese Verkehrsfalle endgültig beseitigt werden. Auf dem Stück Schloßwall zwischen Klubstraße und Neustädter Platz ist ebenfalls eine wichtige Veränderung geplant. Die jetzt nur 8, 60 Meter breite Fahrbahn soll, bis an die doppelte Alleebaumreihe heranreichend, auf zwölf Meter erbreitert werden. Durch diese Straßengestaltung wird es möglich sein, die alten Bäume, die dann den Fußweg einrahmen werden, zu erhalten.
Von der Schloßstraße ab soll der neue Wallgradlinig bis in die Johannismauer fortgeführt werden, womit die bisherige Weiterleitung in die Spindelstraße entfällt und die neue Straße links vom Arbeitsamt vorbeiführen wird.
Diese beiden Projekte auf dem Schloßwall sind noch in das Programm 1952 einbezogen worden, so daß mit der Fertigstellung doch immerhin schon in absehbarer Zeit zu rechnen ist, wenn es gelingt, die notwendigen Gelder aufzutreiben. Wir möchten aber noch einmal betonen, daß dieser Ausbau des Ringwalles das dringlichste Verkehrsprojekt in Osnabrück ist, das mit allen Mitteln und unter der Einsicht aller beteiligten Ämter durchgefochten werden sollte.


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