User Online: 1 | Timeout: 22:57Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Radlader zieht den Laster auf die Felsrippe
Zwischenüberschrift:
Premiere gelungen: Zwei weitere Windradtürme wachsen auf der Piesbergspitze
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Alles ist vorbereitet. Die Fundamente auf der Felsrippe des Piesbergs sind fertig; ebenso die fünfeinhalb Meter breite Asphaltbahn. Doch: " Ob jetzt auch wirklich alles klappt?" Das fragt sich Karl-Heinz Meyer von den Stadtwerken. Das unterste halbe Turmsegment für eines der Windräder wiegt 43 Tonnen und ist fünf Meter breit. Ein Radlader zieht den Lastwagen die bis zu 17-prozentige Steigung auf den gut 180 Meter hohen Berg hinauf. Die Premiere gelingt. Jetzt wird die Tour zur Routine - bis Ende Juni, dann soll alles fertig sein.
Auf der Rotte des Abfallwirtschaftsbetriebes steht bereits der größte Teil des ersten Turms. Doch um die beiden anderen zu bauen, müssen die Erbauer der Windkraftanlagen noch 30 Meter höher. Außerdem ist es auf der Felsrippe eng. Kurz vor dem Gipfel ist die Kurve so knapp, dass sie als Spitzkehre ausgelegt ist. Das heißt: Der Radlader hängt den Lastwagen dort ab, fährt hinter die Ladefläche mit dem schweren Betonteil und zieht die Fracht dann rückwärts hoch. Radlader, Lastwagen und Fracht wiegen zusammen mehr als 90 Tonnen. Die Motoren der Fahrzeuge sind gemeinsam mehr als 700 PS stark - und schaffen ihre Arbeit eher lässig.
Karl-Heinz Meyer, der den Titel " Leiter Energieleistungen" führt, ist erleichtert. Doch für den Fall der Fälle hätte er lieber noch einen zweiten Radlader als zusätzliches Zugfahrzeug in Reserve gehabt. Olaf Kunert, Bauleiter des Auricher Windkraft-Unternehmens Enercon, war sich von vornherein sicher, dass die Fracht sicher auf die Bergspitze gelangen würde. Bereits Wochen vorher hatte er einmal gesagt: " Das ist wohl ein bisschen eng hier, aber unsere Arbeit ist ja eigentlich wie immer."
Wie immer? Die meisten Windräder des Typs Enercon E 82 stehen in den Weiten der norddeutschen Tiefebene, wo Probleme mit der Logistik eine eher kleinere Rolle spielen. Das ist auf dem Piesberg anders. Die Schwertransporter kommen nachts nach Osnabrück und laden ihre Fracht auf der anderen Seite des Fürstenauer Wegs in der Nähe des Haseschachts ab. Radlader und Lastwagen pendeln dann tagsüber von dort zur Bergspitze und zurück.
Während ab jetzt die beiden Türme auf der Felsrippe heranwachsen, wird demnächst ein Riesenkran anrollen und an der ersten neuen Windradkraftanlage auf der Rotte weiterarbeiten. Dort fehlen noch 25 Meter Stahl bis zur Nabenhöhe von 108 Metern. Genauso hoch werden auch die Türme auf der Felsrippe. Darauf werden die je 100 Tonnen schweren Gondeln montiert und daran die Flügel mit ihrem Durchmesser von 82 Metern. Dann wird es wieder spannend - und noch enger für die Fracht auf dem Weg zur Bergspitze.
Autor:
Jann Weber


Anfang der Liste Ende der Liste