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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mit Netis unterwegs im Regenwald
Zwischenüberschrift:
Stahlwerk-Stiftung unterstützt "Grüne Schule" des Botanischen Gartens
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Die Kleinen aus dem Sutthauser Kindergarten Maria Königin des Friedens sind aufgeregt: Heute geht es zum Amazonas. Sie haben eine Einladung von Netis, dem Indianerjungen, bekommen. Er will ihnen seine Heimat, den tropischen Regenwald, zeigen.
Nach halbstündiger Busfahrt stehen die Kinder pünktlich um 9.30 Uhr vor der Tür des Regenwaldhauses im Botanischen Garten. Dort begrüßt sie Netis in Gestalt einer Handpuppe, geführt und mit Stimme unterlegt von Claudia Grabowski-Hüsing, der Leiterin der " Grünen Schule". Als Erstes empfiehlt Netis den Kindern, die Jacken auszuziehen, denn gleich wird es warm. Kindergartenleiterin Regina Pranger braucht keinen Tropenhelm aufzusetzen, aber die Kinder bekommen alle einen verpasst. Und dann betreten sie im Gänsemarsch, ein jeder hat die Hände auf den Schultern des Vordermanns, mit geschlossenen Augen den Regenwald. Leo ist der Mutigste, er geht voran. Augen zu, weil man dann besser hören, riechen und spüren kann.
Von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte sind Hermann Cordes und Beate-Maria Zimmermann gekommen, um beim Auftakt des neuen Angebots für Kindergärten und Hortgruppen dabei zu sein. Die Stiftung steuert 75000 Euro bei, damit das bislang auf Schüler und Erwachsene zugeschnittene Angebot der " Grünen Schule" nun auch Jüngere erreicht. Kinder, die naturfern in der Stadt aufwachsen, sollen an die Pflanzen- und Tierwelt herangeführt werden und ein Bewusstsein für den Wert biologischer Vielfalt entwickeln. Nicht nur im südamerikanischen Regenwald, sondern auch auf heimischem Terrain wie etwa beim Programm " Hexenkraut und Zaubertrank" oder " Fingerhut ruft Hummel". Cordes: " Uns ist wichtig, mit solchen schulvorbereitenden Programmen Chancengleichheit gerade auch für sozial benachteiligte Kleinkinder zu erreichen. Das ist nicht nur sozial, sondern auch ökonomisch sinnvoll. Spätere Korrekturen oder Hartz-IV-Karrieren kommen die Gesellschaft viel teurer."
Während Leo, Annkathrin, Jenne und Co. die Wendeltreppe bis auf 20 Meter Höhe hochklettern und die Bromelien erklärt bekommen, die in den Kronen der Regenwaldbäume wachsen, erläutert der Vorsitzende des Freundeskreises Botanischer Garten, Dierk Meyer-Pries: " Unsere Aktionsprogramme für Kindergeburtstage sind gut eingeführt, sie laufen 120-mal pro Jahr. Aber damit erreichen wir nicht die Familien, in denen Kinder naturfern ihren Spielkonsolen überlassen sind. Deshalb ist ? Botanik für alle? als integrativer Ansatz so wichtig."
Bislang habe man auf gelegentliche Anfragen von Kindergärten nur reagieren können. Mit dem nun dank der Stahlwerksstiftung verbreiterten Angebot werde man systematisch auf alle Betreuungseinrichtungen für Kleinkinder zugehen. Die fachliche und didaktische Qualität der Programme sei durch die enge Anbindung an den Fachbereich Biologie der Universität gewährleistet, versichert Sabine Zachgo, die Direktorin des Botanischen Gartens.
Autor:
jod


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