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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Städtepartnerschaft: Sparpläne vom Tisch
Zwischenüberschrift:
Derby hält trotz Finanzproblemen am Botschafter-Austausch fest - Heftige Diskussion in England
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Klamme Kassen hin oder her: Von englischer Seite wird nicht an der Städtepartnerschaft zwischen Derby und Osnabrück gerüttelt. Damit bleibt auch die Städtebotschafter-Planstelle weiter bestehen.
Das erklärt Michael Foote von der Derby-Stadtverwaltung auf Nachfrage unserer Zeitung. Wie berichtet, war in den vergangenen Monaten jenseits des Kanals eine heftige Kontroverse um die zukünftige Ausgestaltung der Städtepartnerschaft entbrannt. Der Rat der Stadt Derby hatte im Vorfeld der Verabschiedung des Haushaltes für 2010/ 2011 verschiedene Kostenfaktoren überprüfen lassen, darunter auch das sogenannte " twinning budget", also den Haushaltsposten für die Städtepartnerschaften.
Die Rechenspiele wurden öffentlich bekannt und lösten einen Proteststurm in der Bevölkerung aus. Die Politiker entschieden sich dafür, trotz klaffender Finanzlöcher nicht an der Städtepartnerschaft zu sparen. " Somit hat sich nichts an den existierenden Vereinbarungen geändert", fasst Foote die Diskussion zusammen und betont: Konkrete Überlegungen, die Städtepartnerschaft oder den Posten des Städtebotschafters dem Sparzwang zu opfern, hätten in Derby nie bestanden.
Botschafter soll bleiben
Davon konnte sich im Zuge der Maiwoche auch noch einmal Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius überzeugen. Aus Derby war anlässlich des Volksfestes eine 20-köpfige Delegation samt Bürgermeister Sean Marshall angereist. Gemeinsam mit Vertretern aus den Partnerkommunen Çanakkale, Haarlem und Twer sprachen sich alle Vertreter nachdrücklich für den Erhalt der Städtebotschafter aus. Aus der Osnabrücker Verwaltung war zu erfahren, dass es im Nachgang zu dem Treffen jetzt auf Verwaltungsebene zu Gesprächen über inhaltliche Konzepte und Aufgabenschwerpunkte der Botschafterstellen kommen soll.
Der Blick in englische Zeitungen verrät derweil, wie viel den Engländern vor allem am Posten des Städtebotschafters gelegen ist. Ein Witwer aus Derby wandte sich etwa an den " Derby Telegraph" und berichtete davon, wie die Osnabrücker Botschafterin Laura Schulz - derzeit in Derby tätig - ihm in trauriger Angelegenheit behilflich war.
Die Schwägerin des Mannes war in Deutschland gestorben, seine deutschstämmige Frau befand sich zu dem Zeitpunkt todkrank in einem englischen Krankenhaus. Aufgrund des Gesundheitszustandes seiner Frau wollte er sie nicht mit den näheren Umständen belasten. Da seine Schwägerin keine näheren Angehörigen in Deutschland mehr hatte, wollte der Mann aber auf alle Fälle verhindern, dass sie in einem Armengrab beigesetzt wurde. Seine mangelnden Deutschkenntnisse machten aber Probleme.
Erst mithilfe von Laura Schulz konnte er den Transport der sterblichen Überreste nach England organisieren. Aufgrund seiner positiven Erfahrungen appellierte der Mann an die Politik, den Posten des Botschafters nicht zu streichen, denn das wäre ein " großer Verlust".
Autor:
df


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