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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osterfeuer nur noch auf Antrag
Zwischenüberschrift:
Neue Verordnung kommt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Private " Osterfeuer" wird es in Osnabrück künftig nicht mehr geben. " Brauchtumspflege" zu Ostern bleibt aber dennoch möglich: Der Stadtentwicklungsausschuss hat allerdings die städtische Verordnung erheblich eingeschränkt.
Konkret wird der bisherige Paragraf 11 der einschlägigen Verordnung über Sicherheit und Ordnung in der Stadt Osnabrück aufgehoben. Damit sind sogenannte Brenntage an Ostern nicht mehr generell zulässig. Die Umweltverwaltung kann allerdings Osterfeuer in Einzelfällen genehmigen, wenn das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt wird.
Damit findet eine seit über einem Jahr laufende Debatte ein Ende. Angefacht wurde sie vor allem durch die Ereignisse an Ostern 2009. Damals sorgte eine stabile Inversionswetterlage dafür, dass Osnabrück tagelang unter einer Aschewolke mit extrem hohen Feinstaubkonzentrationen lag.
In diesem Jahr war dagegen alles anders. Nicht nur die absolute Zahl der angemeldeten und genehmigten Osterfeuer ging auf etwa ein Drittel zurück. Auch die Beanstandungen durch die Umweltbehörde habe abgenommen, so berichtete Fachbereichsleiter Detlef Gerdts dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Nur in drei Fällen habe es ernstliche Überschreitungen der Auflagen gegeben. Die gemessenen Feinstaubwerte lagen sogar um 50 Prozent unter dem Grenzwert, wenngleich es einen sichtbaren Ausschlag in der Kurve an den Osterfeiertagen gab. Erst am folgenden Werktag stieg durch den Berufsverkehr die Stickoxid-Kurve wieder steil an.
Gleichwohl hielten die Parteien an ihren ursprünglichen Einschätzungen fest: Frank Henning für die SPD und Jens Meier (Grüne) begrüßten die Verwaltungsvorlage: Es müsse nun einmal Schluss sein mit der Abfall-Verbrennung unter dem Deckmantel des Oster-Brauchtums, so ihr Tenor. CDU und FDP lehnten die Verschärfung ab: Auch jetzt sei alles hinreichend geregelt. Und die Wetterlage im Jahr 2009 sei die absolute Ausnahme gewesen, so machten Katharina Pötter und Maria-Theresia Sliwka deutlich. Signalwirkung für die Abstimmung im Rat hatte deshalb das Votum von Wulf-Siegmar Mierke (UWG): Er werde für die neue Regelung stimmen.
Die sieht nun vor, dass zukünftig das Verbrennen pflanzlicher Abfälle, genannt Osterfeuer, generell verboten ist. Ausnahmen unter den bisherigen Bedingungen können auf Antrag als Brauchtumspflege genehmigt werden. Dabei komme es wesentlich auf den " öffentlichen Charakter" der Veranstaltung an, heißt es in der Formulierung. Der Veranstalter, egal ob Verein oder Privatperson, müsste dann schon im Antrag versichern, dass dieses Feuer als öffentlich zugänglich angekündigt wird.
Autor:
fhv


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