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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Maßarbeit zwischen den Gleisen
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Halbzeitbilanz: Schellenbergbrücke soll im Juli 2011 fertig sein
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Maßarbeit zwischen den Gleisen

Halbzeitbilanz: Schellenbergbrücke soll im Juli 2011 fertig sein

VonJann Weber

OSNABRÜCK. Eine Holzbrücke für Fußgänger ist derzeit die längste Brücke der Stadt - ein Provisorium. Sie ist gleichzeitig eine Tribüne für alle, die seit knapp einem Jahr verfolgen, wie die alte Schellenbergbrücke verschwand und die Pfeiler für den Nachfolger entstanden. Jetzt beginnt die Verschalung für den Überbau. Und es ist in etwa Halbzeit. Denn voraussichtlich wird das Bauwerk Monate eher fertig sein als geplant.

Die Planer peilen den Juli 2011 an - statt den November. Und das, obwohl die Hauptarbeit an Wochenenden stattfindet, jeweils in drei Schichten innerhalb von 27 Stunden. Dass die ehemalige und künftige 130 Meter lange Schellenbergbrücke liehen

der Hase auch den Güter-bahnhof und die Gleise von Amsterdam nach Berlin überquert, macht den Abriss und den Neubau / u einem Abenteuer. Die Bahn spielt mit, indem sie den Strom abstellt. Doch oft wurde beim Abriss die Zeit knapp. In einigen Situationen bin ich um Jahre gealtert", berichtet I.ut/ Vorreyer, Bauleiter der Stadt. Stephan Pricker, Oberbauleiter tles Bauuntcrnch-inens Hofschröer, beschreibt es so: Die Brücke hat sich bis /. um Schluss gewehrt."

Wenn auch manchmal in letzter Minute: Letztlich hat doch alles wie am Schnürchen und ohne Unfall geklappt. 6000 Tonnen Beton und Stahl klaubten die Arbeiter zwischen Hase und Schienen heraus. Dabei half unter anderem ein 1200 Tonnen schwerer Kran, einer der größten Kräne, die es in Deutschland gibt, zum Beispiel, um ein 248 Tonnen schweres Teilstück der Brücke abzuheben.

Bevor die drei Pfeiler der neuen Brücke gegossen werden konnten, brauchten sie den Halt. Der alte Untergrund musste raus, neuer Schotter rein. 139 Pfähle aus 1000 Kubikmetern Beton ragen bis zu 20 Meter tief in die Erde und tragen die drei Pfeiler.

Dann kam der kalte und lange Winter. Doch die Arbeiter wussten sich zu helfen. Lutz Vorreyer erläutert, wie es ging: Wir haben die Verschalung beheizt und die Kaminwirkung genutzt. So ist der Beton sehr gut geworden."

Jetzt geht es in die nächste Bauphase. Bauunternehmer Mark Hofschröer aus Lingen erläutert, wie der Überbau der Brücke entsteht. Das Holz für die Verschalung ist schon da. Die Arbeiter werden rund zwei Tonnen Nägel verarbeiten und die Negativform nach dem Modell des Ingenieurbüros Tilebein nachzubilden. Stadtbaurat Wolfgang Griesert ist bei der Präsentation der Arbeit beeindruckt: Das ist eine logistische Meisterleistung." Die Kosten für das gesamte Projekt liegen bei 9, 5 Millionen Kuro. Die Deutsche Bahn wird zwei Drittel, die Stadt ein Drittel davon zahlen.

Die marode erste Schellenbergbrücke stammte von 1912/ 13. Der Name geht zurück auf den damals amtierenden Stadtbaurat. Auf die eher spaßige Frage eines Beobachters, ob die neu entstehende Brücke nicht nach dem jetzigen Stadtbaurat benannt werden könnte, antwortete Wolfgang Griesert angesichts der Leistung seines Bauleiters: Dann wäre es angemessener, sie Vorreyer-Brücke zu nennen." Doch tatsächlich wird es beim alten Namen bleiben.

Internet: www.schellenberg-bruecke.info

130 Meter lang ist die Schellenbergbrücke. Die hölzerne Verschalung ist schon zum Teil in Form gebracht. Der blaue Strang im Bild ist die provisorische Fußgangerbrücke. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Jann Weber


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