User Online: 1 | Timeout: 10:26Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Schiedsrichter fehlt
Zwischenüberschrift:
EU-Mitarbeiterin diskutiert mit Schülern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Barbara Gerstenberger hat vor 27 Jahren hier ihr Abitur gemacht. Jetzt war sie aus Dublin zu Besuch und diskutierte mit den zehnten Klassen des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums (EMA) über ihre Arbeit: Sie bezeichnete sich selbst scherzhaft als " Eurokratin". Am EU-Projekttag der Schule ging es auch um den Euro und die Hilfen für Griechenland.
Sie ist Mitarbeiterin der Europäischen Stiftung Eurofound zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen. Barbara Gerstenbergers eigener Arbeitsplatz befindet sich in Irland. Was sie dort macht, erläuterte sie anhand der Geschichte der Europäischen Union, die aus einer Zusammenarbeit von anfangs sechs Ländern hervorgegangen und auf jetzt 27 Länder angewachsen ist.
" Am Anfang stand die Wirtschaft im Vordergrund", berichtete sie. " Doch wenn man Grenzen abbaut, kommen auch andere Themen hinzu", referierte sie. Einige Beispiele sind Lebens- und Arbeitsbedingungen in den verschiedenen Ländern, Umweltschutz, nationale Besonderheiten und die Übertragbarkeit von Erfahrungen eines Landes auf andere. Das Ziel beschrieb Barbara Gerstenberger so: " Wir wollen ein gemeinsames Spielfeld." Doch die Schwierigkeit sei: " Wir haben keinen starken Schiedsrichter." Denn: " Im Bund souveräner Staaten ist keine zentrale Gewalt vorgesehen."
Wiedersehen mit Lehrern
Ein Schüler forderte daher klare Regeln. Dies war schon die Überleitung zu einem aktuellen Thema: das hilfsbedürftige Griechenland. Die milliardenschwere Unterstützung ließ einige Schüler nachdenklich werden: " Deutschland zahlt viel." Barbara Gerstenberger ergänzte: " Und hat auch viel davon." Zum Beispiel die Exporteure: " Würden wir den Griechen nicht helfen, könnten sie später auch keine Schulden zurückzahlen." Die Unterstützung sei im Interesse aller EU-Länder.
Eine Schülerin brachte das Thema Frieden ins Spiel. Auch darum gehe es schließlich in der Europäischen Union. " Gäbe es sie nicht, würden wir hier nicht so sitzen."
Der Tag am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium war für Barbara Gerstenberger ein besonderer, weil sie hier nach 27 Jahren auch ihre ehemaligen Lehrer Harry Pratzat und Helmut Brammer-Willenbrock wiedersah - sie hatten den Projekttag für ihre jetzigen Schüler organisiert. Die EU-Mitarbeiterin hat ihre Kontakte zu ihrer Heimatstadt nie abgebrochen. " Wenigstens einmal im Jahr bin ich hier."

Bildtext: Bis 1983 war Barbara Gerstenberger selbst Schülerin am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium. Jetzt diskutierte die EU-Mitarbeiterin aus Dublin mit Zehntklässlern über die Europäische Union. Mit dabei war Schulleiter Hartmut Bruns. Foto: Gert Westdörp
Autor:
jweb


Anfang der Liste Ende der Liste