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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bürger werden belästigt
Zwischenüberschrift:
Große Themen gären im Forum Eversburg/Hafen weiter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die großen Themen, die das Bürgerforum Eversburg/ Hafen in vergangenen Sitzungen beschäftigten, sind noch nicht erledigt. Emissionen der Eisengießerei Borgelt bleiben für die Eversburger wohl weiterhin ein Ärgernis erster Güte, denn die Firma lässt nichts unversucht, um Auflagen der Gewerbeaufsicht zu umgehen. Wie Finanzvorstand Horst Baier berichtete, hat das Gewerbeaufsichtsamt Ende April Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht gegen den letzten gerichtlichen " Etappensieg" der Firma eingelegt. Eine schnelle Lösung sei nicht in Sicht.
Für Aufregung hatten auch 295 000 Euro an Sonderkosten für die Deponierung belasteter Böden gesorgt, die bei der Sanierung der Atterstraße angefallen waren. Die Stadt hatte angekündigt, sie anteilig auf die Anlieger der Straße umlegen zu wollen, da der damalige Verursacher nicht mehr zu ermitteln sei. Das sahen und sehen viele Anlieger nicht ein. Sie glauben, den Verursacher zu kennen: nämlich die Stadt selbst, die als Auftraggeberin von Kanal- und Straßenbaumaßnahmen in den 1960er-Jahren zugelassen habe, dass als Unterbau heute als krebserregend geltender alter Straßenteer aufgefüllt wurde. Baier bekräftigte die Rechtsauffassung der Stadtverwaltung, dass die Sonderkosten umlagefähig seien. Der Rat habe aber das letzte Wort.
Müllverwehungen
Die lange Liste der von Bürgern angemeldeten Beschwerdepunkte umfasste etliche, die - wie auch im Fall Borgelt - ihre Ursache letztlich in dem räumlich engen Aufeinandertreffen von Wohnen und Gewerbe haben. " Nicht alle Ansiedlungen der vergangenen Jahrzehnte sind Glücksgriffe gewesen", merkte Baier an. Das bezog er auch auf die zum wiederholten Male vorgetragenen Beschwerden über Müllverwehungen im Umfeld der Entsorgungsfirma Levien an der Carl-Stolcke-Straße. Eine Bürgerin berichtete von Müll, der immer wieder in ihrem angrenzenden Garten lande, aber ebenso auch auf dem Haseuferweg und in der Hase. Wenn sie bei den zuständigen Stellen darüber Klage führen wolle, werde sie zwischen Stadtverwaltung und Gewerbeaufsicht hin- und hergeschoben. Baier versprach, der Sache nachzugehen.
Anlieger der Landwehrstraße führten Beschwerde über die vielen schweren Lkw-Züge, die trotz Verbotes vor ihrer Haustür entlangdonnerten. Die Polizei unternehme nichts, weil es angeblich zu aufwendig sei, im Einzelfall nachzuweisen, dass der betreffende Lkw nicht unter " Anlieger frei" falle. Offensichtlich würden auswärtige Lkw-Fahrer mit unzureichend programmierten Navigationsgeräten von der Autobahnabfahrt Osnabrück-Hafen über den völlig ungeeigneten Straßenzug Landwehrstraße/ Die Eversburg in den Hafen geleitet.
Holz-Poller
Reaktionen von Kopfschütteln bis Heiterkeit lösten unter den gut 60 Teilnehmern des Forums die Bilder von Holz-Pollern aus, die an der Föhrenstraße mitten auf dem Gehweg stehen, sodass Rollstuhl oder Kinderwagen ins angrenzende Beet ausweichen müssen. Die Verwaltung hatte sie als Sperren gegen die Kehrmaschine einer privaten Fußwegreinigungsfirma aufstellen lassen, da diese in der Vergangenheit das Gehsteig-Pflaster beschädigt hätte. Die Versammlungsleiterin Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler sprach von einer " befremdlichen Lösung". Die anwesenden Ratsmitglieder Alice Graschtat (SPD) und Uwe Twent (CDU) versprachen, sich für eine bessere einsetzen zu wollen.
Autor:
jod


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