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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Weil wir Mädchen sind..."
Zwischenüberschrift:
Erlebnisausstellung im Museum am Schölerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Djenebou stammt aus Mali. Das afrikanische Mädchen stampft Tag für Tag Hirse und transportiert schwere Wassereimer auf dem Kopf. Weil es sich um den Haushalt kümmern muss, bleibt keine Zeit für die Schule. Ähnlich ergeht es Asha in Indien und Yoselin in Ecuador. Das Kinderhilfswerk " Plan" stellt exemplarisch anhand der Geschichte dieser Protagonistinnen die Lebenswelt benachteiligter Mädchen in Afrika, Asien und Lateinamerika dar. Zum internationalen Museumstag wurde die Erlebnisausstellung " Weil wir Mädchen sind?" im Museum am Schölerberg eröffnet.
Die interaktive Schau lädt zu einer virtuellen Weltreise ein. Die drei Mädchen zeigen ihren Alltag im afrikanischen Sahel, in Indien und den Anden. Dazu wurden typische Schul- und Küchensituationen sowie ein Marktstand mit Originalexponaten aufgebaut. Um sich in das Leben des Trios hineinzuversetzen, kann an Mitmachstationen der Markthandel geübt, Hirse gestampft oder eine traditionelle Hochzeit vorbereitet werden. Eindrucksvoll sind auch die Dunkelkammern, in denen man sich Themen wie Zwangsheirat oder Genitalverstümmelung nähert: Zu Kommentaren von Betroffenen, die erklären, warum es aus ihrer Sicht von Nachteil ist, ein Mädchen auf die Welt zu bringen, setzt ein Scheinwerfer abwechselnd Porträts von Mädchen auf einer Fotowand in Szene.
" Diese Ausstellung entstand im Rahmen der Mädchen-Kampagne von , Plan?, der ich mich gerne angeschlossen habe. Denn Mädchen verdienen überall auf der Welt unsere Unterstützung", sagt die Schauspielerin Marion Kracht bei einem Rundgang. " Plan" ermögliche den Mädchen den Schulbesuch und ein selbstbestimmtes Leben ohne Zwangsheirat mit 14, so das " Plan"- Kuratoriumsmitglied weiter.
" Es geht darum, Mädchen die gleichen Chancen einzuräumen wie Jungen. Das ist keine Kampagne gegen Jungs", verdeutlicht Marianne Raven. Die Geschäftsführerin von " Plan Deutschland" berichtet von einer Reise durch Nepal, auf der ihr bei frostigen Temperaturen auf der Straße ein nacktes Mädchen begegnet sei, während der Bruder in schicker Schulkleidung umhergelaufen sei. Die auf das Missverhältnis angesprochene Mutter der Geschwister habe erwidert: " Das ist doch nur ein Mädchen."
Ergänzend zur Ausstellung zeigt die Kunsttherapeutin Kristina Busch eine Foto-Dokumentation von der Entstehung sogenannter " Memory Books". In diesen " Büchern an die Zukunft" haben afrikanische Aidskranke ihren Kindern Erinnerungen aus ihrem Leben zusammengefasst. Die Ausstellung ist bis zum 17. Oktober zu sehen. Sie richtet sich an Mädchen und Jungen ab acht Jahren. Infos: Telefon 0541/ 560030.
Autor:
hedi


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