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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Für Afrika wird die A30 "weggepflanzt"
Zwischenüberschrift:
Noch vier Wochen Zeit für die neue Anlage im Zoo
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
steb Osnabrück.Takamanda ist dicht: Ein drei Meter hoher Erdwall schließt sich um die neue Afrikalandschaft des Osnabrücker Zoos. Die Zufahrtsstraße zur Baustelle verschwindet damit, denn große Maschinen werden in den letzten vier Wochen bis zur Fertigstellung nicht mehr benötigt.
Jetzt gehe es noch um Detailarbeiten, wie Projektleiter Uwe Hölscher von der Firma Boymann bei einem Gang über das fünf Hektar große Gelände sagt. Zu diesen Details gehört etwa das Drapieren der tonnenschweren Steinblöcke im Außengehege der Mantelpaviane. Ihnen sollen die Felsformationen aus Ibbenbürener Sandstein verschiedene Bewegungs- und Rückzugsmöglichkeiten bieten. " Den Aufbau der Steine gestalte ich immer wieder anders, denn nicht jede Anlage soll der anderen gleichen", schildert Revierpfleger Wolfgang Festel sein Konzept.
In den Mutterboden des 2800 Quadratmeter großen Areals für die Paviane pflanzt man derzeit drei Großblattpappeln als Schattenspender. " Sie gehören neben Robinien oder Trompetenbäumen zu den Arten, die mit unserem Klima zurechtkommen und dennoch exotisch-afrikanisch wirken", sagt Uwe Hölscher.
Die gesamte Bepflanzung Takamandas stamme aus der firmeneigenen Baumschule, wie der Diplomingenieur beim Blick vom Aussichtsturm erwähnt. Wichtig sei auch die Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft gewesen. Aus ihr stammen beispielsweise die über 400 Quadratmeter Sichtfläche aus geschälten Eichenstämmen von sieben Meter Höhe. Die Palisadenkonstruktionen sollen den Blick auf die Funktionshäuser verdecken.
Alle Bäume und Sträucher auf dem Gelände sind so gepflanzt, dass sie dem Besucher den Eindruck vermitteln, er befinde sich an jeder Stelle des ein Kilometer langen Rundweges in einer afrikanischen Landschaft. Auch die A 30 wird " weggepflanzt": Sie soll hinter einer Bambuswand verschwinden. Bis der junge Bambus jedoch so hoch ist, werden noch einige Jahre vergehen. Gleich fünf Meter hohen Bambus zu kaufen wäre zu teuer gewesen und hätte den Kostenrahmen des Zehn-Millionen-Euro-Projektes gesprengt, so Hölscher.
Der meterhohe Wall, der Takamanda künftig umschließt, macht die Dimensionen der Bodenbewegungen seit Baubeginn sichtbar. Aus dem vormaligen Acker wurden 35000 Kubikmeter Erde aufgeschüttet, um eine Landschaft aus Hügeln, Senken und Wasserflächen entstehen zu lassen.
Die zweite große Firma, die Afrika made in Osnabrück entstehen lässt, machte neue Erfahrungen beim Bau des Schimpansenhauses. " Obwohl wir ja kompetent genug in Sachen Zoobauten sind, hatten wir bislang noch nicht mit 13 Meter hohen Stahlbetonwänden oder einem 500 Quadratmeter großen Glasdach zu tun", sagt Albert Brokamp von der Firma Scholle.
Für das Bauunternehmen geht es in den nächsten Wochen an die technische Ausstattung der Gebäude mit Heizungen, Sanitäranlagen und dem kilometerlangen Netz aus Strom-, Telefon- sowie Datenkabel.
Bezugsfertig sind mittlerweile die Gehege für die Goldschakale und die Tüpfelhyänen. Ende Mai sollen alle Tiere in ihre naturidentischen Lebensräume einziehen und sich bis zum Eröffnungstag am 19. Juni an ihre neue Umgebung gewöhnt haben.


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